Adblocker – Ein Kollektivgutdilemma

Die Idee, über Adblocker zu bloggen, kam mir nach einem Twitter-Konversation. Stephan ,Fabu’ Günther, Online-Redakteur der GEE und Superlevel-Gründer, verkündete dort nämlich vor einer Woche, dass er »den ,Acceptable Ads‘-Ansatz von Adblocker Plus übrigens gut und wichtig« findet. Diese Haltung verwunderte mich zunächst, da ich der Meinung bin, niemand sollte überhaupt einen Adblocker nutzen. Adblocker töten Jobs im Internet, das ist kein Geheimnis. Viele Online-Redaktionen könnten aus dem Stand je nach Klickzahlen einige ordentlich bezahlte Mitarbeiter mehr einstellen, wenn nur zehn Prozent der User auf Adblock verzichten würden.

Umso merkwürdiger, dachte ich, dass ausgerechnet einer wie Fabu, der im Web sein Geld verdient, den Einsatz gutheißt. Daraufhin angesprochen, entgegnete er mir, dass er es ja gerade deswegen gut finde, »dass der neue Adblocker nicht mehr alles blockt«. Während ich also eher der Idealist bin, ist Fabu der Theorie-Schule der Realisten zuzuschreiben. Er vertritt die durchaus nachvollziehbare Haltung, die meisten User würden sowieso Adblocker nutzen, da sei es doch besser, wenn sie wenigstens ein paar wenige Werbungen durchließen. Getreu dem Prinzip ,Besser als gar nichts‘.

Emma, es is‘ a Dilemma!*

Es stellt sich aber daher die Frage, warum sich Adblocker nach wie vor so einer so großen Beliebtheit erfreuen, wenn ihr Schaden allgemein bekannt ist. Der Einsatz von Werbeblockern ist für einen Soziologen ein Lehrbuchbeispiel für ein Kollektivgutdilemma.

»Das Kollektivgutdilemma ist typisch für große Gruppen, wenn sich die Frage nach dem Beitrag des einzelnen zur Bereitstellung eines solchen Kollektivguts oder zum Vermeiden eines allgemeinen Übels stellt. Ein derartiges Gut oder Übel ist unteilbar und muss gemeinsam erarbeitet oder vermieden werden. (…) Hier ist das Problem, dass der Anteil des einzelnen (…) immer kleiner wird, je mehr Mitglieder die Gruppe umfasst. Bei einer Gruppe von zehn Personen beträgt die Auswirkung meines Beitrags (…) ein Zehntel; bei sieben Millionen Menschen einer große Metropole ist sie ein Siebenmillionstel. Die Auswirkung der Handlung einer Person (…) ist also annähernd null. Ich werde daher umso weniger zu einem solchem Kollektivgut (…) beitragen, je aufwendiger eine solche Handlung für mich in Bezug auf Geld, Zeit und Unterdrückung meiner (…) Gewohnheiten wird. Da die Wahrscheinlichkeit, dass mein Handeln irgendeine spürbare Auswirkung (…) hat, so gering ist, lassen selbst sehr geringe Beitragskosten ein solches Verhalten individuell weniger rational erscheinen als ein Verhalten, bei dem ich meine Gewohnheiten (…) beibehalte. Als rational kalkulierender Akteur werde ich daher nicht [zum Kollektivgut] (…) beitragen.«
(Münch 2004: 1041; Anm.d.A: Münch skizziert das Problem anhand des Beispiels der Luftverschmutzung. Diese Teile habe ich gekürzt, daher die vielen Auslassungszeichen.)

Webinhalte als Kollektivgut – ein Modell

Überlegen wir uns an dieser Stelle, inwiefern Adblocker ein Kollektivgutdilemma sind. Gehen wir, um das Modell nicht unnötig zu verkomplizieren, von einigen Prämissen aus: Jeder Internet-User will gute Inhalte und dass die Ersteller fair dafür entlohnt werden. Nehmen wir darüber hinaus an, dass jeder Abdlock-Nutzer um den Zusammenhang zwischen diesem und den ausbleibenden Werbeeinnahmen weiß.

GameStar.de mit Werbung (links) und ohne, da Premium-Account.

Das Kollektiv ist in unserer vereinfachten Modellansicht die Gemeinschaft aller Besucher einer bestimmten Webseite. Das Kollektivgut ist der Content dieser Seite. Es herrscht unter allen Akteuren die übereinstimmende Ansicht, dass dieser Inhalt bereitgestellt werden sollte. Dafür braucht man Redaktionen, die für ihre Arbeit entlohnt werden sollten, deshalb akzeptieren die Besucher Werbung auf der Seite. Auch hierüber herrscht Einigkeit. Es wird ein impliziter Vertrag zwischen dem Kollektiv und dem Content-Anbieter geschlossen.

Je mehr Besucher eine Homepage hat, desto geringer wird der Anteil des Einzelnen. Solange, bis er gefühlt nichtig wird: Jeder Akteur denkt, der Inhalt werde unabhängig von seinem Besuch und seinem Beitrag bereitgestellt. Diese falsche Erkenntnis begünstigt jetzt Trittbrettfahrertum: Die Auszahlungen sind für das Individuum, den rational kalkulierenden Akteur, höher, wenn es aus dem impliziten Vertrag aussteigt, sprich: einen Adblocker installiert. Auszahlungen sind in diesem Fall gesparte Zeit, weil Seiten schneller laden oder nicht erst 30 Sekunden Werbespots angeschaut werden müssen. Geld wäre auch denkbar, wenn man per Volumentarif surft, erscheint aber in Zeiten der Flatrates nicht mehr von Bedeutung.
Der Einzelne profitiert so zunächst, weil die anderen Mitglieder des Kollektivs weiterhin für die Bereitstellung des Guts aufkommen. Das geht aber nur so lange gut, wie es ausreichend Akteure gibt, die für die Trittbrettfahrer mitbezahlen.

Werbung, ein Teufelskreislauf

Welche Erkenntnisse können wir aus dieser Modellvorstellung für die Praxis mitnehmen? Jeder Surfer ohne Adblocker leistet ein kleinen Beitrag für die Bereitstellung guter Webinhalte. Und sei er noch so klein, er ist relevant. Werbung im Netz ist ein Teufelskreislauf. Je mehr Leute Adblocker nutzen, desto zahlreicher und aggressiver muss die Werbung werden, und umso mehr Leute werden deswegen wiederum Adblocker installieren. Diesen Kreislauf können wir nur durchbrechen, wenn wir als Surfer auf das Blockieren von Werbung verzichten. Dann verzichten die Anbieter möglicherweise auch auf Pop-Up- oder Layerwerbung, weil das Banner am Rand genauso viel einbringt. Außerdem können dann mehr Menschen von Web-Inhalten einen Lebensunterhalt bestreiten.

Ich surfe seit über zwei Jahren ohne Adblocker.

UPDATE: Ich habe hier noch mal eine Nachlese zu diesem Eintrag geschrieben, in der ich Stellung zur Diskussion in den Kommentaren nehme.

____________________
(1) Münch, Richard (2004): Soziologische Theorie, Band 2 – Handlungstheorien. Campus, Frankfurt/Main

 

* Hat überhaupt nix mit dem Thema zu tun, aber ich hätte schwören können, das wäre ein Lied von Rainhard Fendrich oder Wolfgang Ambros, habe im Internet aber nix gefunden. Sind zufällig Österreicher anwesend? Oder sonst jemand, der das kennt?

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113 Responses to Adblocker – Ein Kollektivgutdilemma

  1. avatar Fabu says:

    Hätte ich gewusst, dass du einen Artikel über das Thema schreiben wirst, wäre meine Reaktion deutlich ausführlicher ausgefallen. Jetzt ist es aber schon zu spät. Ich komme morgen wieder. ;-)

    • avatar weltraumer says:

      Stimmt, um drei Uhr nachts muss man ja auch irgendwann mal anfangen, Skyrim zu spielen. Man muss ja schließlich früh raus. ;-)

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  4. avatar L3viathan says:

    Klingt ja alles schön und gut, es gibt nur ein Problem: Werbung ist scheiße.

    Es liegt nicht an mir, Geschäftsmodelle für irgendjemanden bereitzustellen. Außer dem Werbeansatz gibt es ja durchaus noch andere Möglichkeiten (Sponsoring, Spenden, Flattr).
    Werbung ist nicht nur nervig (besonders eben Layerwerbung, etc.), sondern verfolgt natürlich auch den Benutzer. Wer das nicht möchte, kommt um den Einsatz eines Adblockers kaum herum.

    • avatar weltraumer says:

      Natürlich ist Werbung scheiße, das bestreite ich ja gar nicht. Sie ist aber nunmal ein notwendiges Übel.

      Was übrigens aus meiner Sicht noch ‘scheißiger’ als Werbung ist, ist einer deiner Alternativvorschläge: Sponsoring. Den hier verschwimmen leider die Grenzen zwischen Berichterstattung und Werbung. Wie soll das beispielsweise im Spielejournalismus aussehen? »Dieser FIFA-Verriss wird Ihnen präsentiert von PES«.
      Nenn mich konservativ, aber Anzeigenabteilung und Redaktion müssen getrennt bleiben.

      • avatar Stephan says:

        Genauso sehe ich das auch.
        Und gerade für noch nicht so etablierte Portale ist eine Werbung deutlich einfacher und flexibler zu realisieren, als einen Sponsor zu finden.
        Der ja im Übrigen auch noch was davon haben möchte, dass er sein Geld in die Seite pumpt (wo wir dann wieder zum FIFA-PES Beispiel kommen).

        Werbung begegnet uns überall im Leben, laufen wir deshalb mit Scheuklappen rum?
        Ich finde Werbung garnicht so “scheiße”, wie es hier teilweise dargestellt wird. Es gehört zu unserer Gesellschaft, ich würde glatt behaupten es ist ein untrennbarer Teil der Gesellschaft (evtl. auch ein Thema für diesen Blog? Im Hinblick auf das Anerkennnungsphänomen)
        Jeder, der etwas bereitstellt, erfindet, usw. möchte auch, dass die Masse es nutzt, nur die wenigsten erfinden Nischenprodukte.
        Somit muss quasi Werbung gemacht werden.

        Diese aber effektiv zu gestalten ist ein ganz anderes Thema. Ich zum Beispiel bewege mich auch ohne AdBlocker im Netz, Werbung vor YouTube-Videos oder Layer sind für mich schon zu einer Art Bestandteil geworden.
        Daher ignoriere ich sie sogar schon im Endeffekt, wenn auch ich manchmal das Bedürfnis habe einen Banner anzuklicken, da klicks weitaus mehr einbringen als Einblendungen.

        Und genauso verhält man sich auch im Reallife. Man ignoriert Werbung als Teil der Stadtkulisse.
        Ich kann natürlich jetzt nur für mich sprechen, aber witzige Werbung schaue ich mir auch gerne an, einfach nur so. Ohne danach den Zwang zu verspüren, dass ich jetzt genau das kaufen muss…. Was ich im Übrigen auch nie tue.

        Um dem Geschwafel jetzt ein Ende zu setzen und alles nochmal zusammen zu fassen:
        - Werbung ist notwendig und gar nicht mal so scheiße.
        - Seht es als Selbstverständlichkeit an, dann nervt es auch nicht mehr so.
        - Denkt daran, dass auch ihr gerne Geld verdient.

  5. avatar Chaos_99 says:

    “Diesen Kreislauf können wir nur durchbrechen, wenn wir als Surfer auf das Blockieren von Werbung verzichten. Dann verzichten die Anbieter möglicherweise auch auf Pop-Up- oder Layerwerbung, weil das Banner am Rand genauso so viel einbringt.”

    Ich bin Realist. Ich halte das “möglicherweise” im obigen Satz für einen frommen Wunsch, der nicht in Erfüllung gehen wird. Warum sollten Werber auf Pop-Ups und Layer verzichten, wenn ihnen diese dann MEHR Einnahmen bringen?

    Der Addblock-Ansatz ist meines Erachtens nach goldrichtig, da er erstmals eine Motivation bringt, gute Werbung zu gestalten. Wo ist diese Motivation in deinem Ansatz? Auf die Genügsamkeit der Werbeindustrie vertrauen?

    Disclaimer: Ich nutze Addblock, habe aber trotz ausgeblendeter Werbung Konsequenzen gezogen und meide Verlagsangebot, auch wegen der zweifelhaften Objektivität. Ich unterstütze lieber Hobbyschreiber mittels Flattr oder Spenden.

    • avatar Stephan says:

      Und wie siehst du dann bitte, dass es auf einer Seite gute Werbung gibt?
      Und wie viel gute Werbung muss es geben, damit der Adblocker ausbleibt?

      Das sind die zwei Fragen, die deine Idee zum Scheitern verurteilen.
      Diesmal ist es nämlich das Werbekollektiv. Warum sollte ein Einzelner gute Werbung designen und dabei sagen wir mal 10% mehr Geld investieren?

      Diese Firma wird trotz guter Werbung gleich wenig Einnahmen haben, aus dem Grund, dass die Adblocker noch aktiviert sind und die, die diese nicht haben, haben auch schon die alte Werbung gesehen.

      Man könnte jetzt sagen: “Hey, dann machen das halt alle gleichzeitig”…
      Da wird man eher den von dir müde belächelten frommen Wunsch umsetzen können.

  6. Pingback: Ad Blocker — KALIBAN

  7. avatar ben_ says:

    Ja. Das ist ein nicht unkompliziertes Thema. Grundsätzlich bin ich ja bei Seth Godin

    “It [the Net] wasn’t invented by business people, and it doesn’t exist to help your company make money.”

    Das Netz ermöglicht es Software einzusetzen, die den von Servern ausgelieferten Inhalte, meinen Bedürfnissen anpasst. Ob das der Einsatz eines Ad-blockers oder von sowas wie Readability ist, spielt dabei keine Rolle. Das ist erstmal eine gute Sache.

    Was Werbung angeht, verstehe ich inzwischen auch noch aus anderen Gründen, jeden der einen Ad-Blocker einsetzt: Ich habe beruflich einige Einsicht in die Technologien der Online-Werber bekommen und das ist in den letzten Jahren wirklich finstersterer Kram. Wenn die Netzgemeinde gegen Voratsdatenhaltung und Überwachen protestiert, dann bellt sie im Grund den flaschen Baum an. Keinen Ad-blocker zu nutzen, bedeutet faktisch, jegliche Form der Online-Privatsphäre gegenüber der Werbeindustrie aufzugeben. Und wenn Datenschutzbeauftragte fordern, dass Social-Media-Plugins mit Nutzungshinweisen versehen werden sollten, dann muss dies gleich doppelt für Anziegen gelten, denn bei Facebook-buttons weiß man immerhin noch, dass die Daten bei Facebook landen. Bei Ad-Technologie ist das praktisch nicht möglich, wie auch die regelmäßig wiederkehrenden Missbrauchsfälle zeigen. Das tragische an der Sache ist, dass ja nichtmal die Content-Anbieter selber wissen, was sie da tun und welche Tür und Tore sie dem Missbrauch öffnen.

    Soviel zur Gegenseite. Auf der anderen Seite, haben wir Online für Content halt praktisch kein anderes Geschäftsmodell als Werbung und ich bin der bescheidenen Meinung, dass sogar eigentlich noch viel zu wenige, viel zu wenig Geld verdienen. Man sieht den Sites ja auch an, wie die wirtschaftlichen Verhältnisse sind. Mein Lieblingsbeispiel ist immer die GEO. Im Print eine Flagschiff des besten machbaren Magazin-Journalismus. Inhaltlich und Gestalterisch. Online ein Trauerspiel, ein fader Abglanz dessen, was eigentlich möglich wäre. Wir schade, dass da nicht mehr machbar ist. Wie schade, dass nicht mehr engagierte junge Journalisten und Publizisten ein Online Unternehmen auf Basis von Inhalten gründen können. Hier bleibt das Netz soweit hinter seinen Möglichkeiten zurück und Ad-Blocker sind ganz sicher ein Teil dessen.

    Die kleine Firma, von der ich auch ein Teil bin findet das Konzept der Business-Class für Content-Site auch für eine gute Lösung. Da wäre ich selber auch dabei. Damit gibt man die Vorteile des Netzes auch an den Leser weiter und hat trotzdem ein Geschäftsmodell. Der Screenshot von der Gamestar oben scheint nahemzulegen, dass man diese Idee dort auch hatte und schon umgesetzt ist. Darauf wird im Text leider nirgends eingegangen. Ist das so?

    • avatar weltraumer says:

      Stimmt, mein Fehler, ich habe nicht erklärt, was es mit ‘GameStar Premium’ auf sich hat.
      Es entspricht, wenn ich es richtig verstanden habe, in etwa dem, was du als »Business-Class für Content-Site« verlinkt hast. Premium-Kunden (ab 1,99 Monat) bekommen die ganze Seite ohne Werbung, zweimal die Woche eine Newssendung und Zugriff auf das Heft- und DVD-Archiv der Printausgabe. Außerdem gibt’s jeden Monat ein kostenloses PC-Spiel zum Download.

      Mehr Infos: http://www.gamestar.de/index.cfm?pid=133

  8. avatar Evil says:

    Diesen Kreislauf können wir nur durchbrechen, wenn wir als Surfer auf das Blockieren von Werbung verzichten

    Ne… Falsche Reihenfolge. Wer will, dass ich mir Werbung angucke/anklicke, muss mir auch ein passendes Angebot machen. Auf Gamefront.de hab ich keinen Werbeblocker an, simpler Grund: Es gibt nur stinknormale Bannerwerbung. Die blinkt maximal. Da komm ich gar nicht in Versuchung was zu blocken.

    Wer auf die dämliche Idee kommt mir erstmal die ganze Seite abzudunkeln, ein Video abspielen zu wollen und einen Schließenbutton erst nach 10 Sekunden einzublenden, der im Idealfall auch noch ein Fenster im Hintergrund öffnet, kann nicht erwarten, dass ich den ersten Schritt mache und auf den Werbeblocke verzichte.

    Selbst Schuld. “früher” gab’s auch nur Bannerwerbung, bis sich die Popup-Seuche ausgebreitet hat. Dann kamen die Toolbars, die nur die Popups unterdrückt, aber keine normale Werbung geblockt haben. Weil man auf Popups nicht verzichten wollte, dachte man sich Layer-Werbung aus, die auch noch bewusst die Gewohnheiten ausnutzt (Kreuz öffnet ein neues Fenster statt es zu schließen, Kreis macht es zu) und man war erstmals dazu gezwungen mit radikalen Mitteln dagegen vorzugehen…

    • avatar weltraumer says:

      Du hast recht: Werbung, die vom eigentlichen Content weghält, ist wirklich grenzwertig und scheißt über das Ziel hinaus.
      Ich kann mich auch an Gespräche der Online-Redaktion mit der Anzeigenabteilung erinnern, ob denn das Layer wirklich so penetrant und aggressiv sein müssen.

    • avatar HerrMannelig says:

      Volle Zustimmung.
      Gamestar.de ist ohne Werbeblocker teilweilse nicht benutzbar und das ist nicht übertrieben. Und selbst mit Premium hatte es noch einiges an Werbung. Das war dann Werbung für Partnermagazine und deswegen angeblich keine richtige Werbung. Tja, dann halt kein Gamestar Premium mehr und dafür wieder ABP.

      Wenn morgen eine News kommen würde: Gamestar.de verzichnet ab sofort auf blinkende Flash Werbung mit Soundeffekten, wäre mein Adblocker schneller aus, als du Kollektivgutdilemma sagen kannst.

  9. avatar Christian says:

    Oh wei.

    Ein Artikel indem die Einkommensquelle verteidigt wird.

    Sorry, aber ich finde dieser Artikel ist eine Verdrehung der Tatsachen… nein, eine bewusste Desinformation durch Verschweigen der ganzen Wahrheit:

    Es ist klar, daß durh Werbung die Ersteller und die armen, armen Verlage finanziert werde. Aber man sollte doch, bevor man den Lesern durch die Blumen quasi Diebstahl vorwirft noch mitteilen, daß Leser in dieser im Artikel dargestellten Weltsicht nur mehr “Stimmvieh” für die wahren Kunden, nämlich Werbekunden sind, so daß der Verlag die Seitenpreise schön hoch ansetzen kann.

    Ja, ich nutze Popup Blocker. Und ich rate es jedem!
    Denn ich habe kein Problem mit Werbung; die kann von mir auf der Seite sein, ich beachte die nicht.
    Aber wenn dann die deutsche Gründlichkeit zuschlägt und Verlage ihre Webpräsenzen mit LayerAds und dem ganzen Mist zuklatschen die mich ähnlich wie unnütze DRM Gängeleien bei Medien behindern ergreife ich eben Maßnahmen dagegen.

    Und die nun aktuelle Debatte zeigt nun einmal mehr, daß inder deutschen Presselandschaft jeglicher Maßstab verlorenging.
    Alleie das Gejammere über die angebliche Kostenloskultur. Mein Gott, druckt Eure Hefte und gut ist. Niemand hat nach dem Angebot im Netz verlangt!
    Wenn man ne Website hat und Leser will muss ich das eben schmackhaft machen und darf aber auch die Suppe nicht mit zu viel Werbesalz versalzen. Und genau das ist doch passiert.

    Und bitte kommt mir nicht mit dann aufgrund ausbleibender Werbeeinnahmen auftretender “Verschlechterung” von Journalismus im Netz und überhaupt.
    Wie viel schlechter als jetzt kann deutscher Journalismus NOCH werden?
    Es wird doch eh so gut wie nur noch abgetippt, Unternehmens PR weiterverwurstet.
    Und beider deutschen Spielepresse von Journalismus zu sprechen ist arg weit hergeholt.
    Dort findet ja gar kein kritischer Journalismus statt; tat es nie und ich sehe ausser ei unabhängigen Blogs auch in Zukunft keinen kritischen deutschen Spielejournalismus.

    Der Journalismus muss sich dem digitalen Wandel endlih genauso stellen wie es de deutsche Politik auch müsste!

    • avatar Herr Kaliban says:

      Yes and no. Natürlich haben die Webseitenbetreiber die Schraube überdreht, ich hatte darüber in meinem früheren Job genügend Diskussionen.

      Aber Du siehst IMHO einen Punkt falsch: Es ist ja nicht so, dass niemand nach den Webangeboten der Verlage verlangt. Die hier zitierte gamestar.de hat Millionen Nutzer, die den Content konsumieren. Das müssten sie nicht tun, es gibt mehr als genug Alternativen.

      Wenn die Leute einfach weggingen, zu werbefreien Seiten, bitte, so be it.

      Aber zu bleiben und beides mitzunehmen, die Inhalte und die Werbefreiheit, ist schon etwas, worüber man mal ein Wort verlieren kann.

      • avatar Christian says:

        Neeee, finde ich nicht.

        Ich denke auch nich, daß Nutzer Gamestar lesen weil sie von Gamestar UNBEDINGT eine Seite wollen. Gäbe es die nicht, dann würde man woanders gucken.

        Man kann ja gerne über Hintergründe der Werbung auf Websites diskutieren, letztendlich lassen ich mir aber keinen Vorwurf daraus zimmern, daß ich Inhalte ohne Werbung betrachte.
        So ist das eben wenn der Verlag mittanzen will.

        Und ich bezweifle, daß all die jetzt zeternden und schreienden Journalisten inklusive der Artikelschreiberin bei Fernsehaufnahmen die Werbung nicht vorspulen!
        Da sollte man auch ma drüber nachdenken.

        • avatar weltraumer says:

          Deiner Argumentation folgend, muss man ja auch keine Tickets für den ÖPNV kaufen, weil gäbe es den nicht, würde man eben mit dem Auto fahren oder laufen.

          Da denkt sich der Schwarzfahrer, »Sind die Verkehrsbetriebe doch selbst Schuld an den Kosten. Warum fahren Sie auch die ganze Zeit mit ihren doofen Bussen und Bahnen durch die Gegend!«

          • avatar Hazamel says:

            Auch hier hinkt der Vergleich wieder:

            Mit betreten der Bahn gehe ich einen Vertrag mit dem Verkehrsbetrieb ein, der mir vorschreibt, dass ich ein Ticket zu kaufen habe. Tue ich das nicht, dann begehe ich eine Ordnungswidrikeit die sich “Erschleichen von Leistungen” nennt.
            Bei uns in den Bussen ist es so, dass man dieses nur mit gültigem Ticket betreten darf. Anders geht gar nicht. Entweder ich zahle oder ich gehe zu Fuss. Auch hier hat sich der Betreiber betriebswirtschaftliche Gedanken gemacht, wie er den Busverkehr finanzieren kann.
            Ihr habt kein verpflichtendes Gebührenmodell bei dem man sich Leistungen erschleichen könntet.
            Zumindest wäre es mir neu, dass das nutzen eines Adblockers jetzt schon eine kriminelle Handlung ist.

            Wenn euch die Adblocker stören, dann weist doch beim Aufruf der Seite jeden ab, der einen benutzt.

            • avatar weltraumer says:

              Bei der Bahn und ihren Kunden gibt es einen schriftlichen Vertrag.

              Zwischen Contentanbietern und Lesern gibt es das, was ich im Text »impliziten Vertrag« nenne: Werbung im Tausch gegen Inhalte.

              Wer sich nicht daran hält, der erschleicht sich in der Tat auch in diesem Fall Leistungen. Nur, dass es hier, und das ist der Knackpunkt, keine negativen Sanktionen gibt.

              • avatar Pen Island says:

                Wenn ein solcher Vertrag zustände käme, wäre er ungültig, denn man muss vorher diesem Vertrag zustimmen, um einem Vertrag zustimmen zu können, muss man vorher den Inhalt lesen können.

                Von daher ist Adblock durchaus legitim, es ist einfach nur eine moralische Einstellung. Bei 4players.de gab es vor wenigen Wochen ein ähnliches Thema. Gab da auch sehr viel Aufregung.

                Wenn der Betreiber unbedingt Geld haben will / braucht, dann soll er halt Geld für seinen Content nehmen. Klar wandern dann die Besucher ab zu den kostenlosen Seiten. Aber da läuft dann dasselbe in grün ab: Keiner will (zurecht) Werbung haben und jeder wird sie blocken.

                Klar ist es dreist, aber ich finde, dass der Bereitsteller des Contents Pech gehabt hat, wenn er meint, er muss seine Seite mit Werbung zupflastern und alles mit Bannern zumüllen und jeglichen Content verstecken. Dann ist es klar, dass ich Adblock verwende. Und seien wir mal ehrlich: Wenn keiner mehr Adblock verwenden würde: Es würde sich NICHTS ändern! Dann würden die Betreiber nicht etwa sagen: “Hey wir verdienen auch mit einem Banner genug Geld” sondern “Hey, jetzt kriegen wir noch mehr Kohle!”

              • avatar Irgendjemand says:

                Es gibt keinen Vertrag, gab es noch nie. Du hast ein Angebot bereitgestellt, und wir nutzen nur den werbefreien Teil davon; and that’s it.
                Bisher waren die Nutzer lediglich technisch nicht in der Lage, zu entscheiden, welchen Teil einer Website der Browser darstellt, weswegen sie die Werbung akzeptieren mußten. Das ist nun vorbei; und sobald AdBlock+ sein Modell ändert, wird es geforkt werden. Werbung im Netz ist definitiv tot. Deal with it.

              • avatar Christian says:

                Sorry sorry sorry.

                Nein, Du verstehst nicht was ich verurteile:

                Ich verurteile die pauschale Aburteilung von mir, Deinem Leser (und Kunden!!!) durch Dich.
                Wenn Dein Verlag es nicht mit Werbung und Banner übertreiben würde dann würde ich die übriggebliebene Werbung auch akzeptieren.
                Aber sag mir doch mal:
                Spulst Du bei Videoaufnahmen und auf DVDs Werbeblöcke aus Solidarität mit anderen, vom Netz gebeutelten Journalisten und Medienmachern Werbeblöcke auch nie vor, hm?????

                Du wirfst mir vor, ich würde klauen. Das hat sich bis zuletzt nur Ubisoft erlaubt und ist PR mässig gegen die Wand gefahren.

                An soetwas sieht man in meinen Augen, daß sich auch im Journalismus evtl ein Serviegedanke wie in anderen Branchen durchsetzen sollte.

                Und was Deine Straßenbahn angeht:
                Die ist geschlossen und ich kann nur rein wenn ich ein Ticket habe.

                Aber das Internet ist nicht geschlossen, es ist wie eine öffentliche Pinnwand, und wenn Dein Verlag Exemplare offen auf den Boulevard legt damit man sich informieren kann darf er sich auch nicht beschweren wenn Leser die eingeklebte, nervende Werbung rausschneiden.

                Dann soll der Verlag eben die Zeitung nicht frei zugänglich auf dem Platz auslegen, dann kann er Geld verlangen. Und nur dann hat der Leser (wie wir wissen scheinbar kein geschätzter Kunde mehr) auch bezahlt. Und was sehen wir dann: trotzdem Werbung in allen Zeitschriften! ;)

                Das Ganze reicht halt wirklich bis zu dem Schwachsinn des Jahres in Form des geforderten Leistungsschutzrechtes, was einer bedingungslosen Grundfinanzierung der Verlage gleichkäme.
                Begründet mit angeblicher journalistischer Qualität, die schon lange nicht mehr wirklich existent ist, aber auf solche Punkte wird bie eingegangen.
                Aber das ist ja ein anderes Thema…

              • avatar weltraumer says:

                @Pen Island
                @Irgendjemand

                Ihr verwechselt den Vertrag im juristischen Sinn mit dem Vertrag in der Sozialwissenschaft.

              • avatar weltraumer says:

                @Christian: Du zeterst rum, möchtest als Leser und Kunde nicht vorverurteilt werden, verlangst Wertschätzung; weigerst dich aber im Gegenzug, eine kleine Gegenleistung zu bringen. Na herzlichen Dank auch, du bist ein toller Kunde!

              • avatar Christian says:

                Hi Weltraumer.

                Nein, Du hast meinen Post nicht richtig gelesen.

                Ich zetere erstens nicht! Ich denke, ich argumentiere relativ sachlich. Gut, das ist immer bei jedem recht subjektiv! ;)

                Zweitens bist Du wieder auf keinen meiner Punkte wirklich eingegangen.

                Und drittens hast Du nicht gelesen; ich sagte nämlich ich habe kein Problem mit normaler, zurückhaltender Werbung. Steht da! Ich würde auf ABP verzichten, könnte ich mich komfortabel durchs deutsche Mediennetz bewegen. Aber es geht nicht.

                Weshalb also unterstellst Du ich wäre ncht bereit eine Gegenleistung zu erbringen?

              • avatar Hazamel says:

                Ich deaktiviere meinen Adblocker, wenn…

                …sämtliche Redakteure, die darauf bestehen, zukünftig ihre Spam-Filter deaktivieren und die Mails auch ALLE (!) lesen.
                …Schilder am Briefkasten mit “Bitte keine Werbung” entfernen und dann all die eintrudelnden Angebotsblättchen und Zeitungen auch von vorne bis hinten incl. Werbung lesen.
                …sich zukünftig in Geschäften jeglicher Art nur noch beraten lassen wenn sie in diesem Laden auch etwas kaufen. Sonst verschwendet ihr auch die Arbeitskraft des Personals ohne eine Gegenleistung. Sich im Laden beraten lassen und dann bei Amazon bestellen, weil’s günstiger war, geht gleich gar nicht.
                Überhaupt sollten sie keinen Laden mehr betreten und, wenn dort Werbung hängt, diese nicht ignorieren sondern mindestens einen Artikel kaufen. Immerhin muss der Einzelhändler auch Raum, Personal usw. bezahlen. Geht ja nicht, dass ihr den Fussboden dreckig macht und dann nix mitnehmt.
                …zukünftig bei vorhandensein eines Festplattenrekorders auch immer die Werbung der aufgenommenen Filme anschaut.
                …das gleiche bei DVDs macht!
                …und im Kino rechtzeitig vor dem Film da zu sein um dann ALLES an Werbung zu sehen. Mitgebrachter Knabberkram ist natürlich vollkommen tabu.
                …zappen oder vom Fernseher weggehen während der Werbung im TV ist auch natürlich auch tabu!

                Wenn ihr euch daran haltet, dann können wir nochmal über den Adblocker diskutieren.

              • avatar weltraumer says:

                Das sind alles andere Sachen!
                Spam und Wurfsendungen enthalten keine interessanten Inhalte, nur Werbung. Außerdem werden sie unaufgefordert zugesandt. Im Internet forderst du die Inhalte aber aktiv an, weil du einen Link anklickst.
                Bei DVDs und im Kino habe ich bereits Geld gezahlt.
                Im TV werden die Werbungen nach den Quoten der Sendung bezahlt, ob die Spots dann auch einer anschaut, ist irrelevant.

              • avatar WHG says:

                Naja, auch der Vergleich hinkt etwas. Immerhin ist meistens auch auf der Startseite einer Website, also da wo man noch nicht “aktiv Inhalte anfordert” (meistens genug) Werbung.

              • avatar weltraumer says:

                Öhm, und wie bist du auf die Startseite gekommen!? Durch Eingeben eines Adresse oder Anklicken eines Links – beides Mal forderst du jedenfalls aktiv Inhalte an.

              • avatar Hazamel says:

                Dann erklär mir doch bitte, wo für euch der Zwang ist den Inhalt so ins Netz zu stellen? Dann führt Content nur gegen Cash ein.
                Warum macht ihr das nicht?

                Ich vermute dass der Hintergrund ist, dass damit schon ein paar andere, größere Zeitungen als die Gamestar böse auf den Arsch gefallen sind.
                Im Grunde geht es hier doch nicht darum, dass Menschen Adblocker einsetzen, weil sie von der Werbung genervt sind, sondern dass Verlage und Redakteure scheinbar immer noch kein schlüssiges Konzept gefunden haben, wie sie im Web Geld verdienen sollen.
                Soll der Brockhaus jetzt rumheulen, weil kein Mensch mehr den Brockhaus kauft wenn er alles frei bzw. gegen freiwillige Spenden bei Wikipedia nachlesen kann?

                Wenn sich ein Internetauftritt in dieser Form nicht rentiert, dann ändert was dran oder schaltet ihn ab und konzentriert euch auf die Print-Ausgabe. Für die bekommt ihr ja zuverlässig Geld.
                Wenn das nicht geht, weil es noch x andere Anbieter gibt die mir die gleichen Informationen bieten, dann tut es mir leid. Ist aber nicht das Problem des Users, wenn der Betreiber es nicht seinen Wünschen gerecht hinbekommt, seine Seite zu finanzieren. Ihr habt, nur weil ihr Journalisten seid, kein Monopol darauf mehr, dass die User nur das machen was ihr wollt. Andere Zeitungen haben das auch schon gelernt.

                Wäre es nicht eher ein Denkanstoß, dass auf der Seite irgendwas schief läuft, wenn zwar jeden Monat mehr Leute auf die Seite kommen, aber immer mehr Leute auch einen Adblocker auf eurer Seite einsetzen. Wie schon öfter erwähnt, setzen die Leute das Ding ja nicht zu Spaß ein, sondern weil sie sich scheinbar dazu genötigt fühlen.
                Müsste da nicht der Denkprozess bei EUCH einsetzen, dass da auf der Seite eine Entwicklung eingesetzt hat, die in eine falsche Richtung geht?
                Aus meiner Sicht müsste der Ansatz sein: Wie bekomme ich weiterhin diese Anzahl der Leute auf meine Seite OHNE dass sie sich genötigt fühlen, einen Adblocker einzusetzen. Eine einfache Umfrage auf eurer Seite wäre ja schon ein Anfang:
                - Premium-Kunde ja/nein
                - Setzen Sie einen Adblocker ein?
                - Wenn ja, warum?
                - Wären Sie bereit diesen zu deaktivieren wenn wir die Werbung ändern?
                - Wären Sie bereit für Inhalte zu zahlen?
                - Wenn ja, wie viel?
                usw.

                Das wär in meinen Augen ein konstruktiver Ansatz, statt sich hier auszukotzen und die Nutzer fast schon zu kriminalisieren.
                Zum Thema “Werbung überspringen ist eh egal”: Es gibt durchaus Gründe, warum Fernsehsender gerne verbieten würden, dass man Sendungen aufnimmt. Hierbei sei z.B. auch an die TiVo-Folge der Simpsons angeführt, die die Problematik schon mal aufgegriffen hat.

  10. avatar Chris_ says:

    @Chaos_99: Entgegen Deiner Meinung halte ich den Adblock-Ansatz für nicht richtig. Er bringt keine Motivation gute Werbung zu gestalten, sondern ganz im Gegenteil, er negiert grundlegende Ansätze gute Werbung zu gestalten.

    Ist ein Adblocker erst einmal installiert, so wird sich der User mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die Mühe machen weitere, personalisierte Einstellungen vorzunehmen. So genial und innovativ eine Werbung auch gestaltet sein mag, sie wird den User nicht mehr erreichen und genau hier beginnt der Teufelskreis, den der Autor beschrieb.

    Meines erachtens nach handelt es sich hierbei allerdings um ein hausgemachtes Problem. Durch mittlerweile grundsätzlich personalisierte Werbung, massive Layer-Werbung und zig blinkenden Animationen wird der Kunde spätestens seit Web 2.0 förmlich erschlagen. Das Resultat ist der Bedarf nach Adblockern.

    Gute Werbung sollte niemals aufdringlich wirken, sondern durch Kreativität und Qualität überzeugen.

  11. avatar Ivonne says:

    Ich habe wirklich nichts dagegen, guten Content mit dem Einblenden von Werbebanner zu unterstützen, alleine schon aus dem Grund, weil ich ebenfalls 2 Banner auf meinen Blog eingebunden habe.

    Leider musste ich mir vor einigen Tagen selbst Adblock Plus zulegen, da ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.
    Seit ich das erste mal im Netz gesurft bin, was sicher schon 10 Jahre und länger her ist, war das Einzige was ich genutzt habe ein Pop-Up Blocker.
    Die Layerwerbung wurde dadurch zwar nicht abgehalten, aber damit konnte ich noch Leben.
    Womit ich aber nicht mehr Leben konnte, war die Einschränkung meiner Internetzeit, durch übermäßige Nutzung von Flashwerbung und ähnlichem.
    Seiten, die ich sehr oft besuche (z. B. mein Emailaccount bei Hotmail) waren kaum noch betretbar, weil sie meinen Browser lahmgelegt haben. Teilweise war es so schlimm, dass ich ihn Zwangsschließen musste über den Taskmanager.

    Doch das Fass zum Überlaufen brachte Youtube, wo ich mir regelmäßigen den Videoconten diverser User ansehe. Durch das einführen der Monitarisierung für alle, habe ich gerade mal bei zwei von zehn Videos keinen Werbespot vor, zwischen und/oder nach dem Video, den ich im besten Fall nach fünf Sekunden wegklicken kann. Im schlimmsten Fall, muss ich mir den ganzen Spot ansehen und das Angebot ist sehr begrenzt. So durfte ich an einem Tag gut 20 mal ein und die selbe Ebaywerbung ertragen.

    Bevor ich den Blocker wieder ausmache, müssen die Seitenbetreiber das maßvolle und richtige Einsetzten von Werbung erstmal lernen.
    Ich hab Jahre ohne den Blocker meine Kreise durch das Internet gezogen und es war ok. Auch habe ich mich nicht an den kleinen Werbebanner in den Videos gestört, die dezent am unteren Rand aufgeploppt sind. Aber seit jetzt eigentlich jeder die Werbespots abspielen lässt, sind meine Nerven diesbezüglich einfach zu sehr strapaziert. Jeder möchte Geld verdienen, dass sehe ich ein. Aber dank der Gier einiger Leute/Seiten, welche alles mit Werbung zupflastern, hat nun eigentlich kaum noch jemand etwas davon, weil immer mehr genervte User sich einen Adblocker zulegen.

    Es kann einfach nicht sein, dass ich mich trotz 16K Leitung nur noch im Schneckentempo durch das WWW bewegen kann, weil alles mit Flashwerbung übersäht ist oder ich beim Besucher einer Website jedesmal eine Layerwerbung ins Gesicht gedrückt bekommen, wenn ich mich eine Kategorien oder einen anderen Artikel anklicke. Und am Ende meines Streifzuges habe ich dann 20 neue Fenster offen, weil ich es gewagt habe, den Layer wegzuklicken.

  12. avatar Ben says:

    “Werbung im Netz ist ein Teufelskreislauf. Je mehr Leute Adblocker nutzen, desto zahlreicher und aggressiver muss die Werbung werden, und umso mehr Leute werden deswegen wiederum Adblocker installieren. Diesen Kreislauf können wir nur durchbrechen, wenn wir als Surfer auf das Blockieren von Werbung verzichten. Dann verzichten die Anbieter möglicherweise auch auf Pop-Up- oder Layerwerbung, weil das Banner am Rand genauso viel einbringt. ”

    Die Situation hatten wir schon mal, damals als Browser keinerlei Extensions unterstützten und niemand einen Werbeblocker hatte. Was hat die Reklameindustrie gemacht? Surfer mit Werbung gradezu bombardiert. Pop-Ups, Pop-Unders, blinkende Affen etc. (die ganzen Spam-Emails, Dialer und semi-kriminellen Machenschaften nicht zu vergessen). Adblocker waren die Reaktion auf diese übergriffige Werbung, nicht die Ursache.

    Die “Gegenseite” hat mir immer wieder gezeigt, wie wenig sie von denjenigen hält, die ihre Werbung konsumieren (nicht nur im Web). Ich werden angeschrien. Ich soll auf Anzeigen, die wie redaktionelle Artikel gesetzt sind, hereinfallen (natürlich mit “Anzeige” unten grau auf grau in der Ecke, damit man keine Gesetze übertritt). Ich darf mir, wenn ich dann mal freiwillig Reklametrailer konsumiere, davor Reklame ansehen, die länger ist als der Trailer selbst.
    Natürlich können wir jetzt “der Klügere gibt nach” spielen, aber ich frage mich doch, warum ausgerechnet ich mich aufgefordert fühlen soll, den ersten Schritt zu machen. Denn ich habe leider das Gefühl, dass ich weder von Verlagen noch von den Werbern als Mensch respektiert werde.

    Ja, durch meinen Adblocker werden Inhalte verschwinden (vielleicht sogar gute) und Verlage sterben. Ja, da hängen Jobs und Schicksale dran, aber Branchen kommen, gehen und verändern sich. Aber vielleicht bewirkt mein Adblocker, dass irgendwo zwei Menschen, die in einem unbezahlten Praktikum in irgendeiner Werbeagentur festsitzen, darüber nachdenken ob man eine Alternative zu blinkende Flashbannern erfinden könne die nicht mit der nächsten Adblock-Version verschwinden, weil alle damit leben können.

  13. avatar Hazamel says:

    Ich verstehe beide Seiten. Grad die Seite gamestar.de hat aber leider in den letzten Jahren viel verbrannte Erde hinterlassen. Wenn ich meine Leser mit Werbung so zuföne, dass sie Seite zwischen mit und ohne Werbung signifikant anders aussieht, dann brauch ich mich doch nicht wundern wenn sie sich zu helfen versuchen.
    Das eigentliche durchbrechen des Teufelskreises und das Zurückgewinnen des Vertrauens der Nutzer sollte für die Betreiber die Herausforderung sein. Wenn ich als Nutzer weiß, dass mich die Werbung, wie auch oben beschrieben, nicht in meinem Lese-”Vergnügen” stört oder ablenkt, dann kann ich auf einen Adblocker auch verzichten. Wenn ich aber einen Text lese und ständig unterschwellig von blinken und glitzern und sonstwas vom eigentlichen Text abgelenkt werde, dann kann das doch nicht zielführend sein.
    Im Kern ist es doch aber das gleiche gejammer, was die ganze Print-Branche, weltweit, von sich gibt: Es fehlen brauchbare Konzepte wie man mit dem Netz Geld machen kann. Sei es die NY Times oder die Regionalzeitung Hintertupfingen. Biete ich meine Sachen frei an, schreit jeder, dass man damit ja nix verdienen kann. Werden Artikel nur auf Bezahlung einsehbar, sehen sich meine User nach einem anderen Anbieter um.
    “Information” ist eben in Zeiten des Internetzes kein knappes Gut mehr für das ich einen Preis X veranschlagen kann sondern in vielen Fällen eben ein freies Gut, dass ich anderswo genauso bekomme.
    Bekomme ich meinen Test oder meine Review bei der GameStar nicht, dann gehe ich eben zur Konkurenz. Sei es nun kommerzielle, die sie mir kostenlos zur Verfügung stellen aber nicht lamentieren oder sei es ein privater Blogger, der seine Review irgendwo hochgeladen hat.
    Kommen keine User mehr dürfte der Aufschrei aber genauso groß sein. Ich sehe da schon den nächsten Artikel: “Blogger machen die professionellen Spieletester arbeitslos”.
    Und ganz ehrlich, zumindest aus meiner Sicht als User, fühle ich mich jetzt doch ein bisschen angepisst, als “Böser” hingestellt zu werden, weil ich, aus welchen Gründen auch immer, einen Adblocker benutze. Für mich liest es sich ein bisschen wie: Wer Adblocker nutzt, kann uns auch gleich gestohlen bleiben.

  14. avatar Starvision says:

    Ich gehöre einer ganz anderen Fraktion an. Ich gehöre zum gedankenlosen Klientel. Ich habe den Blocker immer standardmäßig installiert und mir nie Gedanken über den Effekt gemacht.

    Ich fürchte, solange auf der Seite nicht ein Knopf “Erlaube Werbeinblendung für die Seite, um den Autor zu unterstützen”, werde ich aus purer Bequemlichkeit nicht alle Seiten (das sind einige), die ich täglich per RSS lese, in die white-list von ABP eintragen.
    So ein á la Facebook-like-Knopf, der die Seite in die white list katapultiert, dürfte ja nicht so schwer von ADP-Programmier zu erschaffen sein. Zumal sich die ja eh Gedanken machen, wie sie mit der Problematik umgehen.

    Wenn die zugelassene Werbung aber dann nicht mit sanften Schriftzügen an der Seite, wie bei den Google-Results auftrumpft, sondern mir aggressiv, blinkend und wohlmöglich mit extra aufgehenden Seiten probiert Viagra oder ähnlichen Scheiß aufzuzwängen, dann wird diesen Knopf niemand benutzen.

  15. avatar Jacob says:

    Die Lösung des Problems wäre doch ein Adblocker, der dem werbenden Unternehmen vorgaukelt die Werbung wäre angezeigt worden. Denn, wie bereits im Artikel erwähnt, die Ladezeit ist in den meisten Fällen ja nicht der Grund für einen Adblocker.
    Also könnte die Werbung im Hintergrund geladen mir aber im Browser nicht angezeigt werden. Gibt’s den Ansatz evtl. schon?

    Übrigens, ich bin noch ohne Adblocker unterwegs – stand aber schon mehrfach kurz davor einen zu installieren. Vor allem Layer-Werbung über dem Inhalt ist das letzte.

    Gruß
    Jacob

    • avatar Thomas says:

      Es gibt einen hier noch nicht betrachteten, aber zunehmend wichtigen Bereich, in dem die Ladezeit und das Ladevolumen sehr wohl eines der wichtigsten Argumente für einen Adblocker ist: Mobiles Surfen.

      Die Datentarife – zumindest die der deutschen Mobilfunkanbieter – beinhalten Hochgeschwindigkeitsflatrates allerhöchstens zu horrenden Preisen. In den bezahlbaren Tarifpaketen sind zwar “Flatrates” enthalten, die allerdings nach wenigen hundert Megabyte auf Analogmodem-Niveau heruntergeschraubt werden. Hinzu kommt, dass selbst UMTS oft nicht sehr weit darüber hinauskommt.

      Wenn nun eine Website, deren für mich relevanter Inhalt vielleicht 5 Kilobyte beträgt, zuerst(!) das fünfzig- bis hundertfache davon an Werbung lädt, treibt mich das zur Weißglut und meinen Datenzähler entsprechend schneller an seine Jetzt-nur-noch-GPRS-Grenze.

      Der angesprochene implizite Vertrag “Inhalt gegen Werbung” wird meiner Meinung nach nichtig, wenn die Werbung – oder besser gesagt: ihre Platzierung – mich derart vehement vom Inhalt fernhält.

      • avatar weltraumer says:

        Wenn du hier auf Smartphones anspielst: Die meisten Seiten haben doch inzwischen Mobilseiten mit wenig bis gar keiner Werbung.
        Außerdem gibt es (nach meinem Kenntnisstand) für iOS und Android gar keine Adblocker.

        • avatar bluntman3000 says:

          Ich benutze den Atomic Web Browser für iOS. Und ja, der blockt.

          • avatar weltraumer says:

            Toll, kannst stolz auf dich sein, auch mobil alles zu blocken. *Seufz*

            • avatar bluntman3000 says:

              Jetzt wird schon bei einfachen Antworten, die lediglich zur Aufklärung dienen sollten, scharf zurück geschossen geseufzt. Großartig.

              Ich wollte damit nur darauf hinweisen, dass es zumindest für iOS Browser gibt, die das Blocken von Werbung unterstützen. Deinen Kenntnisstand ein ganz klein wenig auffrischen, weißte? Warum das Sinn macht, hat Thomas ein paar Zeilen weiter vorn schon erläutert. Ich residiere hier am Arsch der Provinz, habe (mobil) zum Teil nur eine Edge-Verbindung. Da kann ich auf Werbung getrost verzichten.

              • Ach, wenn du schon am Arsch der Provinz wohnst, kannst du auch auf Content (Artikel, Videos etc.) getrost verzichten. <- Sorry, kommt harsch rüber, aber entschuldige, diese Haltung regt mich unfassbar auf.

        • avatar Thomas says:

          Für Android gibt es z. B. den Dolphin-Browser, der auch mit Adblocking-Plugins bestückt werden kann. Das geht jedoch am Thema vorbei.

          Ich bin den Betreibern, die Traffic sparende Mobilversionen ihrer Seiten anbieten, immer sehr dankbar, und die dort vorkommende Werbung beschränkt sich zumeist auf Banner. Das ist schön, und ich glaube, dass die meisten Leute bei solchen Werbeformen auch keine besondere Notwendigkeit für Adblocking sehen.
          Leider verfügen nur die meisten und nicht alle Seiten über eine solche Mobilvariante, und bei einigen Seiten ist die Umschaltung unsauber umgesetzt, so dass ich beim Antippen eines Links doch wieder auf der Desktop-Version lande.
          Das ist aber nicht die größte Problematik, zumal die Betreiber ja bereits einen löblichen Weg eingeschlagen haben. Mit der Zeit wird es besser.

          Ein – für mich – weiter reichendes Problem ist, dass eine bislang gültige und bequeme Korrelation seit einiger Zeit nicht mehr gilt, und kaum jemand darauf reagiert: die zwischen Bildschirmgröße und Verbindungsgeschwindigkeit.
          Die Mobilversionen der Webseiten sind in der überwältigenden Mehrheit nicht auf mobile Internetverbindungen ausgerichtet, sondern auf die kleinen Smartphone-Displays. Auf die Traffic fressenden Werbeformen wird dort deshalb verzichtet, weil sie nicht auf das Display passen. Das hat eine ganze Weile lang gut funktioniert, weil kleine Displays und langsame Mobilverbindungen Hand in Hand gingen. Die großen Werbelayer und Flash-Animationen hat man auf der großen Webseite genutzt, wo auch entsprechende DSL-Verbindungen im Spiel waren.

          Mit der Ankunft von Tablet-Rechnern und – verspätet – Netbooks im Massenmarkt gibt es jedoch “plötzlich” große Displays mit langsamen Internetverbindungen. Mobil-Webseiten, die im Hinblick auf die kleinen Smartphones entwickelt wurden, werden auf einem Tablet sehr groß dargestellt, so dass die Desktop-Varianten optisch wieder besser geeignet sind. Dort jedoch müssen wieder teils riesige Datenmengen über die oft mickrige Internetverbindung geschaufelt werden. Das betrifft meist die Werbung, manchmal aber auch den Rest der Seite. Große Fotos und Videos brauchen eben Platz. Immerhin werden letztere erst auf Abruf geladen, was man von der Werbung nicht behaupten kann.

          Je mehr sich das mobile Surfen durchsetzt, desto stärker wird sich der Fokus auf die damit verbundenen Einschränkungen richten müssen. Im Hinblick auf die Netzgeschwindigkeit würde das bedeuten, dass man den Traffic auf das Niveau von vor 10 Jahren herunterschrauben müsste, oder – besser – geschwindigkeitsspezifische Versionen der Seiten ausliefern könnte. Werbung inklusive.
          Dann braucht es auch keinen Adblocker.

        • avatar Nasreddin says:

          Mobiles Surfen hat nichts mit Smartphones zu tun. Was Webdesigner grundsätzlich ignorieren ist die Existenz und rapide steigende Verbreitung von UMTS. Die Werbung macht mittlerweile auf vielen Webportalen weit mehr als die Hälfte des Traffics aus.

          Erst seitdem ich vor zwei Jahren angefangen habe, viel mit UMTS zu surfen, habe ich auf meinem Laptop den ABP laufen. Ich pflege eine Whitelist mit Seiten, die ich regelmäßig ansurfe und die maßvoll werben und nutze auch Bezahlangebote, wenn es diese denn mal gibt. Was bleibt ist der bedauerliche Kollateralschaden bei vielen dezent werbenden kleinen Seiten und Blogs, die ich nur hin und wieder ansurfe. Die müssen unter dem Wahnsinn der großen Portale leiden.

  16. avatar solo viola says:

    Werber in die Produktion!

  17. Ich setze keine Adblocker ein, da ich mich nicht auf vielen kommerziellen Magazinseiten bewege. Nichtmal auf GameStar.de, obwohl ich das Magazin abonniert habe.

    Trotzdem höre ich hier einen Unterton von “was fällt euch eigentlich ein, meinen Job zu gefährden?”. Ich habe selbst schon Jobs verloren, weil die Leistung um Markt nicht mehr nachgefragt wurde. Das hat mich geärgert. Ich hätte das verboten, wenn ich die Möglichkeit dazu gehabt hätte. Im Endeffekt blieb mir nur, mich umzuorientieren und eben eine andere Leistung anzubieten. Vielleicht wird es mir noch einige Male passieren. Die gewohnten Modelle haben keine Funktionsgarantie, ganz unabhängig davon, ob ich Leben muss, oder ob ich eine Familie zu versorgen habe.

    Wenn es irgendwann keine Portale mehr gibt, weil das Angebot, das Konzept an sich nicht finanzierbar ist, dann ist das halt so. Bevor ich Internet hatte, habe ich auch ohne sie leben können.

    Ich würde die Diskussion übrigens gerne auch mal an den Printbereich zurückbringen an den Menschen, der diesen unsäglichen Anzeigenplatz hinter dem Cover der letzten Ausgabe verkauft hat. Nichtmal vernünftig umklappen kann man die Zeitung jetzt, weil das Cover entgegen der Faltrichtung herausklappt. Absicht oder nur schlecht nachgedacht?

    • avatar weltraumer says:

      Die Crux an der Sache ist aber doch, dass »die Leistung auf dem Markt« ja nachgefragt wird! GameStar.de als Beispiel schreibt Monat für Monat neue Rekordzugriffszahlen.
      Das ist so, als ob du einer Band, deren Album millionenfach per Torrent gezogen wurde, die aber nur 100 CDs im Laden verkauft hat, sagst: »Tut mir leid, kein Plattenvertrag, eure Musik ist auf dem Markt einfach nicht gefragt.«

      • avatar Hazamel says:

        Sorry, aber aus meiner Sicht hinkt der Vergleich mit der MI.

        Bei der Musik werden ganz klar Urheberrechte verletzt und der Musiker hätte für den Verkauf des Albums wirklich Geld gesehen. Das wäre bei euch nur der Fall wenn auf einmal Premuim-Inhalt “frei” zugänglich wäre.
        Passender wäre der Vergleich, wenn die Band ihr Album auf der Website zur Verfügung stellt und dann darauf hinweist, dass man auch spenden kann.
        Wenn ich auf eine Veranstaltung gehe, die frei ist und dann ein Schild dasteht, auf dem steht, dass es keinen Eintritt kostet aber man gerne spenden kann, dann tue ich das, wenn es mir zugesagt hat und ich das ganze für Förderungswürdig halte. Wenn mir der Mann mit der Sammelbüchse aber aufdringlich vor der Nase rumhüpft, dann bekommt er wahrscheinlich, außer einem direkten Kommentar, eher nichts.

        • avatar weltraumer says:

          Das mit den Urheberrechten lasse ich gelten, denn die Artikel werden ja nicht illegal vervielfältigt.
          ABER: Anbieter von Webinhalten hätten für das Ausliefern der Werbung auch wirklich Geld gesehen, das du ihnen per Adblocker vorenthältst.

          Ich finde eher, dein Spenden-Vergleich hinkt, denn bei Werbung verlangt niemand von dir Geld oder Spenden. Im Gegenteil, der Inhalt ist vollkommen kostenlos! Die einzige Bitte ist, dafür die Einblendung von Reklame zu tolerieren.

          • avatar Peter says:

            deine Argumentation erinnert mich sehr an die der Videorekorderhersteller mit den Privatsendern.

            Die Privatsender haben auch immer argumentiert, dass die Vorspulfunktion oder bei den Festplattenrekordern sogar die Löschfunktion verhindert, dass sie mehr Gewinne machen.

            Kein Mensch würde aber auf die Idee kommen deswegen Videorecorder zu verbieten oder als “Raubkopie” zu bezeichnen.

            Warum also am PC?

  18. avatar Vankog says:

    Ich kopier hier auch nochmal meine Ansicht rein:
    “Ach herrje, irgendwie kommt mir die Diskussion bekannt vor:
    Die Printmedien jammern über sinkende Umsatzzahlen, weil die Nutzer doch tatsächlich so frevelhaft sind und auf kostenlose Online-Inhalte ausweichen. Nach vielen Jahren des Jammerns kommt so ganz langsam mal das Umdenken, dass man sich da vlt. mal dran anpassen sollte.

    Und nun die Adblocker-Diskussion:
    Die Online-Anbieter jammern über sinkende Werbe-Umsätze, weil die Nutzer doch tatsächlich so frevelhaft sind und sich werbefreie Online-Inhalte schaffen. Irgendwann in vielen Jahren des Jammerns kommt dann hoffentlich auch mal so langsam das Umdenken, dass man sich da vlt. mal dran anpassen sollte…

    Man kann doch das Verhalten der Leute nicht ändern! Man muss sich einfach daran anpassen oder untergehen. So zumindest meine Ansicht.”

    • avatar Irgendjemand says:

      +1.

      Niemand braucht heute mehr Skriptorien, obwohl dort einst die Mehrzahl der intellektuellen Bevölkerung tätig war. Und Verlage sind die modernen Skriptorien. Entschuldigung, ihr werdet gerade ersetzt. Niemand wird euch nachweinen.

      Was die Finanzierung von Journalismus angeht… das ist ein völlig anderes Thema. Ein Verlagshaus wie der Spiegel in den 70ern mit mehreren Tausend Redakteuren im In- und Ausland wird nicht mehr zu machen sein. Aber wie Tim Pritlove erfolgreich beweist, kann man ohne große Maschine im Hintergrund tätig sein, und das ohne DRM, ohne Benutzergängelung. Nur – das wird ein Umdenken erfordern. Wir brauchen niemanden, der uns vorschreibt, was wir zu denken haben. Aber intelligente Einsortierer werden überleben.

      Wo ist Dein Flattr-Button? Wie soll ich denn Deinen Gedanken ne Münze zuwerfen?

  19. avatar kurdy says:

    Werbung ist keine Lösung.

    Ich weiß nicht was das Problem auf einmal ist, vor 10 Jahren hat das alles mit nem Bruchteil der Werbung von heute funktioniert. Und trotz der sinkenden Preise für Webspace und Traffic wird uns klar gemacht dass die Leute immer mehr Geld brauchen?

    Was kostet denn eine Seite mit unbegrenzt Traffic und 5GB Webspace was für einige Tausend Einträge reicht? 3€ im Monat? Und bei größeren Projekten gibt es eine Nutzermasse die groß genug ist das ganze mit Spenden am Leben zu erhalten.

    Wenn eine Seite für die Besucher keinen Penny wert ist wird sie es wohl einfach nicht wert sein. Und wenn die ersten Seiten pleite gehen wird sich auch in der Mentalität zum Spenden etwas ändern, aber Werbung ist definitiv der falsche Weg.

    • avatar weltraumer says:

      Du hast keine Ahnung, was große Seiten für den Traffic zahlen, besonders wenn sie Videos mit anbieten. Da bist du blitzschnell im fünfstelligen Euro-Bereich pro Monat. Wie du das und die Gehälter für eine Redaktion mit Spenden finanzieren willst, ist mir schleierhaft.

      • avatar kurdy says:

        Wenn man den Kunden erst sagt es ist okay alles kostenlos hochzuladen kann man sie im nachhinein nicht anprangern und sie dafür schuldig sprechen dass sich die ganze Sache nicht rentiert.

        Und was sind große Seiten? Youtube? Die sind doch Milliardenschwer, was jucken die einige tausend Euro jeden Monat?

        Davon abgesehen gibt es unzählige Video-Anbieter im Internet also muss es sich doch trotz allem rentieren, oder?

        • avatar weltraumer says:

          Ich rede nicht von Youtube, sondern von redaktionellen Seiten wie GameStar.de, die eigene Inhalte produzieren und bereitstellen.

          • avatar kurdy says:

            Gehören die nicht in ein Magazin, und Videos auf eine DVD?

            Wie schon zuvor geschrieben:
            “It [the Net] wasn’t invented by business people, and it doesn’t exist to help your company make money.”

            Kostenlose Inhalte sind eben genau das, man kann doch nicht verlangen dass die Leute einsehen dass sie dafür etwas tun müssen.

  20. avatar Sonja says:

    (hier via kaliban)

    Ich mag keine Werbung – im Fernsehen und im Radio schalte ich um, in der Zeitung überblättere ich sie automatisch. Das allein wäre für mich kein Grund für den Adblock, weil mir durchaus klar ist, was oben angeführt wird.

    Es ist nur so: Seiten mit Werbung, wie sie sich heute darstellen, kann ich nicht nutzen. Ich kann keine Artikel konzentriert lesen, wenn es daneben blinkt. Sobald Bewegung im Spiel ist, ist da nichts zu machen. (Ich habe auch Schwierigkeiten mit haz.de, um nur ein Beispiel zu nennen, weil die eine Slideshow auf der Seite haben. Aber das kann ich wegscrollen.)

    Leider ist es so, dass ein Großteil der Werbung aber genau das tut, von Layers und Pop-Ups und Pop-Unders undsoweiter gar nicht zu reden. Und solange das so ist, bleibt der Blocker.

  21. avatar Peter says:

    Ach ja die alte Diskussion warum man im Internet kein Geld verdienen kann – ich gebe ja zu, dass es blöd ist wenn Businesspläne schief gehen. Aber wenn sich etwas nicht rentiert, dann muss man halt was anderes machen.

  22. avatar Simon says:

    Werbung, die mich anplärrt wenn ich ausversehen mit der Maus drübergleite oder ich fast einen Anfall bekomme weil alles auf der Website blinkt oder aber der halbe Bildschirm plötzlich von einem Werbebanner bedeckt wird oder die Werbung nichts mit dem Themengebiet der Website zu tun hat oder aber jedes mal der gleiche Werbe-Videoclip bevor ich endlich zum Content komme bringen mich dazu Adblocker einzusetzen.

    Und Gamestar zeigt wie es geht: bieten schönen Content für den ich dann gern bezahle. Ich benutze einen Adbocker aber ich fand es beeindruckend wieviel Gametar kostenlos zur Verfügung stellt, dass ich sie einfach gern unterstütze.
    Vielleicht ist es auch an der Zeit andere Mittel zu finden, Flattr ist z.B. ein sehr interessanter Ansatz.

  23. avatar bluntman3000 says:

    Petra Schmitz schrieb: “Ach, wenn du schon am Arsch der Provinz wohnst, kannst du auch auf Content (Artikel, Videos etc.) getrost verzichten. <- Sorry, kommt harsch rüber, aber entschuldige, diese Haltung regt mich unfassbar auf."

    Kein Problem, so ist das eben manchmal. Du regst mich ebenfalls unfassbar auf, aber das tut jetzt nichts zur Sache. Ich rede hier von meinem Smartphone. Meinem Telefon. Das Ding, welches man 2011 kurz zwischendurch gern mal nutzt, um irgendwas von Interesse zu lesen. “Kurz zwischendurch” heißt hier, dass man in diesen 4 Minuten, etwa während einer Zigarettenpause, ungern 60% der Zeit mit dem Laden einer free-2-play Einladung verbringen möchte. Für den unbedeutenden Anteil wertloser Vollpfosten, die selbst verschuldet in so genannten “ländlichen Gegenden” wohnen, ist das tatsächlich Realität. Sorry, aber das Informationszeitalter hieße Werbezeitalter, wenn man euch gewähren ließe.

    Mein AdBlock zu Hause stelle ich manuell ein, lasse also Seiten durch, die ich gern und oft lese. Zumindest solche, die eine allgemein verträgliche “Grenze” nicht mit neonfarbenen Epilepsie-Wandtafeln und/oder LayerAds des Teufels übertreten. Und da sind, abgesehen von ein paar Ausnahmen (GEE, GameFront, …) und natürlich unabhängigen Blogs, nicht mehr viele übrig geblieben. Sucht die Schuld hierfür aber ruhig weiter bei mir und den anderen Idioten, die nicht bereit sind, sich für eine Meinung zu Spiel XYZ eine blickdichte Flashfolie um den Schädel wickeln zu lassen.

    Übrigens habe ich die GameStar seit 1997 im Abo. Ehrlich. XL. Aber das macht nichts, ich bin ganz sicher, dass ich trotzdem noch irgendwie in euer Weltbild des miesen, rücksichtslosen Contentdiebs passe. Ihr biegt euch das schon zurecht.

    Überraschende Entwicklung übrigens, anfangs war ich eigentlich auf der Seite des Autors.

    Trotzdem, locker bleiben und einen schönen 4. Advent.

    • Bluntman3000, deine persönlichen Aversionen gegen mich, meine Meinung zu deiner Rechtfertigung deines Mobilsurf-Verhaltens, die Tatsache, dass du ein GameStar-Abo hast und deine Annahme, die Mitarbeiter der GameStar würden dir Content-Diebstahl unterstellen, führen nun dazu, dass du “nicht mehr auf der Seite” des Autors bist? Das ist wirklich eine überraschende Entwicklung.

      • avatar bluntman3000 says:

        Petra, ich habe keine persönlichen Aversion(en) gegen dich. Ich kenne dich ja nichtmal persönlich. Mich hat nur deine vorhergehende Antwort gestört.

        Zum “Seitenwechsel”. Grundsätzlich verstehe ich beide Seiten der Auseinandersetzung und ich bin – genau wie Chris_ – der Meinung, dass Leute, die einmal einen Adblocker installiert haben, kaum noch freiwillig auf dieses Feature verzichten werden. Das ist für auf Werbeeinahmen angewiesene Seitenbetreiber und deren Angestellte sicher traurig und/oder bedrohlich, am Ende aber das Ergebnis von kopflos abgefeuertem Werbungs-Streufeuer in Zeiten, in denen Adblocker noch kein zählbares Problem darstellten.

        Aber um eine gesunde Diskussion geht es hier scheinbar im Augenblick nicht mehr. Einzig und allein anhand des Einsatzes von Adblockern, in welcher Art auch immer, wird hier Leuten eine fragwürdige Lebenseinstellung unterstellt. Finde ich nicht gut, stört mich. Hier kennen sich die wenigsten Leute untereinander, daher geht mir die Aufteilung der Hauptrollen für Polizisten und Diebe ein wenig zu schnell. Da diese Kategorisierung nunmal von denjenigen ausgeht, die ich in Verbindung mit einer solchen Seite (i.d.F. gamestar.de) bringe, bin ich urplötzlich in einer “Merken die noch was?” Stimmung. Denn, mit Verlaub, hier werden potenzielle Kunden zusammen gestaucht. Gute Werbung sieht anders aus.

        Paradox.

        Aber wie gesagt, trotzdem einen schönen und friedlichen 4. Advent.

        • Bluntman3000, eine gesunde Diskussion habe ich hier in der Tat nur am Rande miterlebt, vielmehr sind viele doch gleich in Verteidigungsstellung gegangen. Da wechselt man viel zu leicht in die Angriffsstellung: Ja, ich hab’s ja schon im eigentlichen Kommentar angedeutet, dass ich harsch reagiere / reagiert habe, das “Sorry” mag floskelhaft rübergekommen sein, sollte es aber nicht.

          Dein Empfinden “Merken die noch was?” kann ich nachvollziehen, ich kann mich ja selbst geistig kaum von GameStar trennen, muss aber gerade im Falle Webinhalte bzw. der geblockten Werbung nachschieben, dass es eben kein Anbieter-KUNDEN-Verhältnis ist, sondern nur ein Anbieter-NUTZER-Verhältnis, das — übespitzt formuliert — nur dem Nutzer zum Vorteil gereicht.

  24. avatar Sebastian says:

    Es geht im Prinzip ja nicht darum, dass Adblocker Jobs gefährden, sondern darum, dass es ein Überangebot an Information im Web gibt. Vor 50 Jahren war es wesentlich schwieriger, Informationen zu verbreiten, angefangen in der Redaktion bis hin zum Zeitungsausträger oder Kioskbesitzer. Heute schreibt ein Autor einen Text, klickt auf ‘Senden’ und tausende Leute sind sofort im Besitz der Nachricht.
    Gäbe es irgendwann nur noch wenige Seiten in Sachen Spielejournalismus, würden die automatisch mehr verdienen, auch an Werbung.

    via Kaliban.de

    • avatar weltraumer says:

      Ja und nein. Natürlich gibt’s mehr Angebote und dadurch mehr Konkurrenz im Internet, aber man erreicht auch einfacher mehr Leute. Hatte beispielsweise GameStar eine Printauflage von 360.000, so hat die Webseite heute 1.828.000 Unique User. Nur fällt es eben auch aufgrund von Adblockern schwerer, die zu monetisieren.

      • avatar bluntman3000 says:

        Wobei die genannten 360.000 Leser (von denen mittlerweile leider nur noch ca. ein Drittel übrig ist) zweifellos viel stärker an das Produkt “GameStar” gebunden sind/waren, als die knapp 2 Mio. Leser des online-Magazins. Nebenbei, als Angehöriger einer aussterbenden Rasse der Abonnenten würde mich wirklich interessieren, ob der Vergleich Printleser : Onlineleser (Verhältnis aktuell ca. 1 : 14) erlösmäßig nicht immer noch Pro Print ausgeht.

        Und das, obwohl ich seit Jahren jegliche Werbeseiten kategorisch überblättere. Preise für Netzteile und Grafikkarten hole ich mir dann doch lieber tagesaktuell aus dem Netz, was verdeutlicht, wie gut und wichtig schlichte, artikelbezogene Werbung funktionieren könnte.

  25. avatar Klausmensch says:

    Ich surfe seit ungefähr 3 Wochen mit Adblocker. Meine meist Frequentierte Seite ist schätzungsweise Gamersglobal.de. Und wegen dieser Seite habe ich auch den Adblocker installiert. Mir ist Werbung, die irgendwo am Rand des Artikels oder sonst wo steht vollkommen egal. Ich bin mit dem Internet aufgewachsen und mein Hirn hat gelernt diese Banner vollkommen zu ignorieren bzw. auszublenden. Seit einiger Zeit jedoch betrete ich die Seite und der Bildschirm verdunkelt sich, Musik/Sound ertönt und ein Video von z.B. Zelda Skyward Sword schiebt sich in den Vordergrund. Dasselbe Spielchen gabs kürzlich mit Skyrim. Eine Zeit lange klickt man die Sachen noch einfach weg. Aber irgendwann nervts einen eben doch gewaltig.
    Gibts denn keine Möglichkeit, dass Redaktionen auf solch agressive Werbung verzichten können (sofern die Redaktion damit überhaupt etwas zu tun hat)? Meinetwegen schaltet 10 normale Banner mehr. Dann mach ich auch meinen Adblocker wieder aus.

    • avatar kurdy says:

      Jede Seite kann Werbung schalten wie sie es will, man meldet sich auf einer Seite an die Werbung vermittelt und kann sich dann ein Angebot zurechtschneiden. Nur ist die Vergütung für ein Video unvergleichlich höher als für Banner, und da es wie immer nicht darum geht die Unkosten zu decken, sondern Kohle zu machen versucht man das eben.

      Ich denke nach wie vor dass die User nichts gegen 1-2 Banner pro Seite haben, und wenn es einen Button gäbe mit “Werbung anzeigen die mir nicht auf den Sack geht” würden das auch ne Menge aktivieren. Aber die Betreiber der Seiten zwingen die Leute doch zu einem AdBlocker, wie soll man denn sonst noch normal surfen.

  26. avatar Edgar says:

    Ich finde den Artikel auch nicht komplett durchdacht. Wenn jemand keine Werbung sehen will, ist er von diesem Moment an als Zielperson verloren. Egal ob mit oder ohne Adblocker.

    Dass Adblocker Arbeitsplätze vernichten, ist eine abenteuerliche Idee… Im Gegenteil, Adblocker fördern das Erfinden neuen (originelleren, raffinierteren) Werbetechniken. Wer mit Zwangs-Pop-Ups wirbt, hat das Internet nicht verstanden.

  27. avatar Maxi says:

    “Mein AdBlock zu Hause stelle ich manuell ein, lasse also Seiten durch, die ich gern und oft lese. Zumindest solche, die eine allgemein verträgliche “Grenze” nicht mit neonfarbenen Epilepsie-Wandtafeln und/oder LayerAds des Teufels übertreten. Und da sind, abgesehen von ein paar Ausnahmen (GEE, GameFront, …) und natürlich unabhängigen Blogs, nicht mehr viele übrig geblieben. Sucht die Schuld hierfür aber ruhig weiter bei mir und den anderen Idioten, die nicht bereit sind, sich für eine Meinung zu Spiel XYZ eine blickdichte Flashfolie um den Schädel wickeln zu lassen.”

    Dem Stimme ich so zu.

    Wenn ein Konzept nicht funktioniert, muss man sich überlegen wie man sich dem “Problem” effektiv entgegenstellen kann. Leider scheint es für die Seitenbetreiber einfacher zu sein, einfach jeden Werbeblocker als Dieb hinzustellen und Hilfe zu schreien.

    Mit dem neuen AdBlock und akzeptable Werbung wird zumindest ein Lösungsansatz geboten. Das wird jedoch nicht viel helfen, denn Aggressive Werbung bringt mehr Geld.

    Und Wenn das ewige Gejammer so weitergeht, werde ich weiterhin Adblock verwenden. Wenn das hilft, das von (gefühlten) 1000 Spielemagazinen noch 100 Qualitativ gute Seiten weiterbestehen, dann ist das der richtige Weg.

  28. avatar Philipp says:

    Ich weiß nicht, inwieweit das bereits erwähnt wurde. Ich nutze das Internet seit über zehn Jahren regelmäßig. Anfangs hatte ich kein Problem mit der Werbung, doch irgendwann gingen mir die ganze Reihe an Pop-Ups und die blinkende Werbung auf die Nerven, die mir die Lust an bestimmten Webseiten komplett verdorben haben. Die Konsequenz – damals ohne Ad-Blocker war: Ich habe die Seiten nicht mehr angesurft. So konsequent war vielleicht nicht jeder, aber ich denke, viele suchten gerade nach einem AdBlocker, weil es damals bereits diese laute und grelle Werbung gab.

    Ich finde die neuste Idee von AdBlock gut, denn irgendwoher muss das Geld kommen, aber nervige aufmerksamheischende Werbung will niemand haben bzw. führt in letzter Konsequenz eher zu einem Negativimage. Denn es gibt auch Webseiten, wo es angenehm geht und ich denke jeder Nutzer zieht angenehm anzuschauende Werbung vor. Die Marktteilnehmer, hier die Verbraucher, können nur bedingt den Markt, also Webseiten und deren Werbung, beeinflussen. Denn sie wägen einerseits zwischen dem Inhalt und dem Nutzen, den sie daraus haben, ab, andererseits zwischen den Kosten durch die Werbung. Mangels werbefreier Angebote bzw. Angebote mit angenehmer Werbung, hat der Nutzer keine Alternativseiten, die er ansurfen kann – gäbe es Webseiten mit weniger greller Werbung, würde er dies eher tun.

    Es handelt sich hier keineswegs um ein Kollektivgutproblem. Wie die Phase vor der Existenz der AdBlocker zeigte, gab es die nervige Werbung vor den AdBlockern und NICHT umgekehrt. Die Nachfrage danach entstand eben dadurch, dass Anbieter immer aggressiver auf Webseiten warben. An der Art der Werbung würde sich ohne AdBlocker nichts ändern. Wie die Zeit vor den AdBlockern zeigt, ist sogar das Gegenteil zu befürchten: Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Benutzers wird die Werbung immer greller und lauter.

  29. avatar Sven says:

    Boah, dieses Gejaule und Gejammere. Pardon. :)

    Wenn ich das schon höre: “Hatte beispielsweise GameStar eine Printauflage von 360.000, so hat die Webseite heute 1.828.000 Unique User. Nur fällt es eben auch aufgrund von Adblockern schwerer, die zu monetisieren.”

    Das klingt so, als würde ein Großteil der knapp 2 Mio UV Adblocker benutzen. Wenn schon eine solche Aussage, dann bitte konkreter werden. Wie viel Prozent der UVs nutzen Adblocker? 30%? 50? Und wenn schon, dann müsst ihr halt mehr User pro Monat anlocken, damit es sich (wieder) lohnt. :)

    Viel schlimmer ist aber in meinen Augen, dass hier nur über das Ausblenden der Werbung gesprochen wird. Was ist eigentlich mit den Kunden, die die Werbung buchen? Die für Layer, Banner, Unterbrecherseiten usw. zahlen? Am besten noch auf TKP-Basis, weil das bringt natürlich bei zig Millionen PIs pro Monat das dicke Geld. Ist zwar total uneffektiv (für die Werbekunden), aber hey – Redaktionen müssen schließlich bezahlt werden. Logo. Letztlich stimmt da was nicht: Onlinemagazine bzw. deren Betreiber würden es am liebsten sehen, gäbe es keine Adblocker mehr. Auf der anderen Seite zocken sie Werbekunden ab, rümpfen die Nase, wenn’s mal Deals ohne TKPs (CPC, Lead, Sale…) gibt. Ausnahmen gibt’s freilich, z.B. wenn es ums Branding für Produkte geht. In die Hirne der Zielgruppe brennen und so.

    Hier wurde es ja wohl schon einige Male angedeutet: Adblocker wird niemand verhindern können, sie sind ja ohnehin das Resultat der Werbeformen, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben und schlicht “too much” sind. Hier könnte ich behaupten, das läge auch in der Gier der Magazine, eben ihre Besuchermassen monetarisieren zu wollen. Und dank Reizüberflutung wird die Werbung aggressiver, was die Leute zu Adblockern treibt. Wie sagt man? Spirale?

    Und man könnte ja noch weiter ausholen. Ich gehe davon aus, dass die Anzahl der Adblock-Nutzer auf Spieleseiten (mit Usern mit hoher technischer Affinität) größer ist als bei Spiegel Online-Lesern, Gelegenheitsspielern, Bild-Fans, Brigitte.de-Besuchern, etc.

    Auf der anderen Seite haben es Magazine wie die Gamestar nicht geschafft, auch wirklich modern zu sein. Oder habe ich eventuell Ideen übersehen, die zeitgemäß UND attraktiv Content monetarisieren? Und damit wäre ich bei meinem einleitenden Satz angelangt. Rumjaulen, aber nicht in der Lage sein, sich über alternative Ansätze Gedanken zu machen. Das ist immer die einfachste Lösung. :)

    Abschließend eine Sache noch: Es geht gewiss nicht nur mir so, dass ich Werbung auch ohne Adblocker ausblende. Ich schau sie mir gar nicht mehr an, sie sind ohnehin fast immer an ähnlichen oder gar identischen Stellen (auf den meisten Seiten). Und Popups oder Layer, die womöglich ein Video öffnen, werden sofort und ohne zu betrachten weggeklickt. Von der Effizienz her macht es also keinen gravierenden Unterschied, ob ich einen Adblocker benutze oder nicht. Nur für die Webseite ist das von Bedeutung, wenn sie für Einblendungen Geld bekommt. Mir ist es echt ein Rätsel, wieso Werbekunden nicht einmal darüber nachdenken. Über kurz oder lang wird auch das geschehen. Nur was, wenn es in 2-3 Jahren kaum noch jemanden gibt, der freiwillig viel Geld für TKP-Werbung ausgeben will? Dann jammern Gamestar und Co. über die bösen Publisher, Agenturen, Marketingfuzzis? :)

  30. avatar weltraumer says:

    Ich lese in den Kommentaren immer wieder, Adblocker seien ein guter Ansporn, innovative, alternative Formen der Werbung zu finden.

    Die gibt’s schon, und keine Angst, wenn es so weiter geht, dann werden die auch noch zunehmen. Statt neutraler Berichterstattung gibt’s dann viel mehr Advertorials, bezahlte Inhalte, sprich: Hofberichterstattung.

    Technikseite XY macht dann zum Verkaufsstart des Smartphones Z eine große Launchseite mit allen »Infos zu diesem revolutionären Handy« – alle Inhalte dafür hat der Hersteller freundlicherweise gleich vorbereitet.
    Nachrichtenseite XY bringt einen großen Spezialartikel über Atomkraft als »saubere Zukunftsenergie« – bezahlt und geschrieben von der PR-Agentur »Freunde der Atomkraft e.V.«.
    Spieleseite XY ist Premiumpartner von Fony, und berichtet immer besonders häufig und wohlgesonnen über Spiele für deren Konsole FonyStation 5.

    Tut mir leid, aber das verstehe ich nicht unter interessantem Content.

    • avatar Sven says:

      Klingt für mich nach Gegenwart, nicht nach Zukunft. ;)

      Ich denke, du hast da die falsche Herangehensweise? Interessanter Content sorgt für Aufmerksamkeit. Das wird immer so bleiben. Was sich dagegen ändern muss, das ist das Empfinden für den Wert von Content. Das wird sicher nicht so schnell passieren. Sowieso schätze zumindest ich, dass man sich auf dünnes Eis stellt, möchte man professionellen Content auch langfristig durch Werbung finanzieren.

      • avatar timo says:

        >Sowieso schätze zumindest ich, dass man sich auf dünnes Eis stellt, möchte man professionellen Content auch langfristig durch Werbung finanzieren.

        Bester Punkt in der Diskussion.
        Technologischen Rahmenbedingungen hat man sich anzupassen. Wenn es Adblocker gibt, muss man sich was anderes einfallen lassen.
        Außerdem: Niemand zwingt irgendjemanden seine Inhalte online zu stellen, oder sie umsonst zu vermarkten.
        Ein Online-Auftritt lohnt sich finanziell nicht? Ja dann lasst es doch? Geht nicht? Ach…. Mir kommt es ein wenig so vor, als wenn der Kutscher verlangt, dass Autos nicht benutzt werden sollen. Verständlich, aber hoffnungslos.

        • avatar Sven says:

          Und ich finde den Vergleich mit dem Kutscher gut. :o)

          Wenn ich es mir so überlege, geht es nicht in erster Linie darum, dass sich eine Seite wie Gamestar.de finanziell nicht lohnt, sondern darum, dass man ohne Adblocker mehr rausschlagen könnte.

          • avatar weltraumer says:

            Der Kutscher-Vergleich ist aber leider vollkommen falsch.
            Denn hier ist es ja tatsächlich so, dass seine Dienstleistung nicht mehr gefragt wird.
            Wie bereits oben erklärt, kann man ja aber bei Millionen Besuchern auf einer Homepage nicht behaupten, die Leistung wäre nicht gefragt.

            Mir ist darüber hinaus vollkommen schleierhaft, wie manche das Bild haben, in den Verlagen säßen nur raffgierige Milliardäre, die sich jetzt Sorgen machen, dass sie nächstes Jahr nur noch zwei Ferrari kaufen könnten.

            • avatar Sven says:

              Ich finde den Kutscher-Vergleich keineswegs falsch, wenn in dem Fall aber vielleicht etwas unglücklich platziert (wenn Kutscher = Webseite, Autos = Adblocker gemeint war). Der clevere Kutscher lässt sich übrigens auch etwas einfallen. Und fortan kutschiert er Touristen durch die Städte…

              Wer redet von raffgierigen Milliardären? Kapitalgesellschaften (und im Grunde auch der kleine Einzelunternehmer) sind IMMER daran interessiert, das Maximum aus einem Produkt herauszuschlagen – das am besten bei minimalem Aufwand. Ich gehe nicht davon aus, dass irgendein Spieleportal/Magazin ein soziales Unternehmen ist. Raffgierig ist/wird man in der freien Wirtschaft fast zwangsläufig – wer was anderes sagt, schaut nicht genau hin. :)

              • avatar timo says:

                Ich will mich auch gar nicht auf das Gleichnis reduzieren. Was ich sagen will ist:
                Das jetzige Erlösmodell ist ein Auslaufmodell. Wie lange wirds noch dauern, bis Browser jeder Art ABP oder ähnliches standardmäßig anbieten, oder stärker bewerben und sie sich dadurch noch viel weiter verbreiten?
                Gegen diese Technologien wird man nicht ankommen können. Das dürfte in der Struktur des Internets an sich liegen und daran, dass ein komfortables Nutzungserlebnis zentral für die Nutzung selbst ist.

                Es wird etwas Neues geben müssen. Ich sehe da free-to-play-Ansätze als vielversprechend, wenn sie auf redaktionelle Inhalte übertragen werden.
                Momentan sind wir halt in einer Übergangsphase, in der wir zwischen Print und Internet liegen. Die Bezahl-Mentalität wird sich aber auch im Internet noch verbessern. Auch wenn ich das eigentlich gar nicht gut finde. Ich habe immer noch die utopische Vision des kollektiven Journalismus in mir :-)

              • avatar Sven says:

                @Timo: Kollektiver Journalismus? Ich hatte genau darüber vor geraumer Zeit auch schon nachgedacht. Es gäbe dafür sogar eine…tja…wie sagt man in dem Fall…hm…Unternehmensform. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis genau das jemand aufgreift und umsetzt. Mir fehlen dafür vorrangig die Leute, die auch Herzblut reinstecken wollen. Und vielleicht auch ein wenig das Geld. :)

  31. Ich habe zwar einen AdBlocker installiert, dieser ist allerdings “geweißlistet”. Solange mir die Werbung nicht nervig in das Gesicht springt, hab ich kein Problem damit. Wenn mir aber dauernd irgendwelche Layer und sonstiger Mist die Freude am Surfen verdirbt, benutze ich den Blocker oder besuche einfach die Seite nicht mehr.

    Fazit: Werbung ja, Layer nein (oder nur sehr im Rahmen)

    Ich selbst verdiene mir auch ein bisschen Taschengeld durch Werbung auf meiner Seite. Die Stunden darf ich aber nicht gegenrechnen. Mir macht es Spaß und jeder der ohne AdBlocker meine Seite besucht, honoriert mein Geblogge.

    Dafür gibt es bei mir zwischen Überschrift und Beitrags-Ende keine einzige Werbung. Ich will den Lesefluss nicht stören, dafür finde ich es aber gut, wenn die Leute die Werbung nicht blockieren. Ich finde, das ist ein guter Kompromiss.

    Grüße,
    Jürgen

  32. avatar PZVN says:

    Nicht Adblock toetet Jobs im Internet. Schlechte Werbung tut es. Man sollte das Uebel schon direkt bei der Wurzel packen. Ich moechte die Behauptung aufstellen, dass sich die Wenigsten an AdSense Anzeigen oder Bannereinblendungen stoeren. Aber an schlecht programmierten JavaScripts, ueberzogenen Flashanimationen, die mehr Ladezeiten produzieren als die Webseite selber und Layern, die sich nicht vernuenftig wegklicken lassen stoert der gemeine Internetuser sich definitiv. Ich bin deshalb der Meinung, man sollte lieber ueber schlechte, eher schadende Werbung diskutieren, als ueber AdBlock. Man hat sich frueher ueber Warez- und Pornoseiten im Zusammenhang mit fieser, ueberzogener Werbung beschwert, mittlerweile hat aber ein Großteil der kommerziellen “normalen” Webseiten genau diese Art von Werbung. Deshalb nutze ich AdBlock. Da kann jeder Seitenbetreiber rumheulen wie er will. Wenn auf seiner Seite eben solche Werbung laeuft, interessiert es mich ueberhaupt nicht, ob er an mir kein Geld verdient. – Ich whiteliste aber Webseiten, die mit dezenter Werbung (Adsense, normale Banner, keine Layer bzw. wenig JavaScript und Flash) betrieben werden.

  33. avatar Daniel says:

    Ich habe nicht alle Kommentare gelesen, sondern nur einige.
    Die Einstellung einiger (nicht weniger) Leute, die Adblocker einsetzen kann ich absolut nicht verstehen.
    Die “Geiz sind Geil” Zeiten scheinen weiter anzudauern.

    Bleiben wir beim Beispiel Gamestar.
    Ich lese dort regelmäßig. Und ja die Werbung nervt mich nicht selten. Und übertrieben finde ich auch teilweise. Gerade als Linux User, wo Flash eine echte Plage ist.
    Aber: Ich würde NIE auf den Gedanken kommen mir deswegen einen Adblocker zu installieren!
    Wenn der Zenit bei mir irgendwann überschritten ist, suche ich mir eine Alternative, oder wenn es keine gibt habe ich halt Pech gehabt und muss auf Spiele-News verzichten.

    Die Redaktion von Gamestar besteht aus mehreren Mitarbeitern die davon leben zum einen das Print Magazin zu verkaufen und desweiteren die oft selben Inhalte im Web kostenlos bereitzustellen. Um das zu können, müssen Sie Werbung einblenden.

    Früher habe ich die Gamestar regelmäßig gekauft, heute lese ich nur noch online. Sogar UMSONST. Der einzige Makel ist die Werbung. Wem der Makel zu sehr stört, kauft das Magazin oder werdet Online Premium Abonnent oder wie sich das nennt…

    Die Werbung dort könnte relativ einfach, stark verbessert werden mit dem selben Effekt. Ist aber nicht der Fall aktuell.

    Der Vergleich mit dem Schwarzfahren bei den ÖPNV hinkt für mich ein wenig. Schwarzfahrer leben in der Hoffnung nicht erwicht zu werden.
    Ich sehe Adblock-User eher als Betrüger: Hey im “Geiz ist Geil” – Mark gibt es kostenlos einen Fahrkartendrucker für die Deutsche Bahn. Und es gibt kein Gesetz, dass das Drucken von Fahrkarten verbietet. Cool das mache ich jetzt….

    Wir haben also eher eine Gesetzeslücke die das absichtliche manipulieren von Webseiten/Inhalten unterbindet.

    Im moment ist es eher eine moralische Frage, ob man einen Adblocker einsetzt. Eventuell wird daraus ja mal ein Gesetz.

    Für mich sind Adblocker-User die gleichen Personen die sich auf kino.to oder ähnlichen Portalen kostenlos Filme ansehen, da es rechtlich (aktuell) nicht strafbar ist.
    Bezahlt für einen Film oder guckt ihn nicht an.
    Ertragt die Werbung auf Internetseiten, oder kauft das Magazin, oder werdet Premium Abonnent, oder lest die Inhalte halt nicht.

    • avatar Daniel says:

      Möchte noch was ergänzen.
      Redaktionelle Webseiten / Blog und Leser sind ganz normale Marktwirtschaft:
      Angebot und Nachfrage.
      Zwischen beiden Parteien herrscht immer Krieg. So ist der Mensch / die Gesellschaft nun mal. Beide Parteilen wollen den größtmöglichen Nutzen für sich haben.

      Man kann es auch mit echten Krieg vergleichen. Ist vielleicht ein wenig übertrieben:
      Ein Land hat Atombomben, das andere nicht. Die Atombomben sind die Adblocker. Die andere Partei kann nicht wirklich etwas dagegen unternehmen.
      Warum?
      Werden die Inhalte nicht direkt angezeigt, sondern erst gegen Bezahlung,, gefällt das den Suchmaschinen gar nicht.
      Um auf sich aufmerksam zu machen müsste man also auf andere Plattformen ausweichen.
      Zeitungen, Fernsehen, POS, Promotion etc. Jetzt stelle sich man mal vor für all diese Plattformen gäbe es Adblocker.
      Keiner würde jemals von dem Produkt erfahren.
      Richtig, der Kranke erfährt nicht dass es ein Heilmittel gegen Aids gibt, der Spieler nicht das Battlefield 4 erschienen ist, da es kein Spielemagazin mehr gibt bzw. die Werbung dafür nicht sieht, das Automobilunternehmen erfährt nicht, dass es einen neuen Treibstoff gibt, da es einen Adblocker für Vertreter installiert hat etc pp

      Ist natürlich übertrieben ausgedrückt. Will damit nur deutlich machen, dass die Adblocker ein mächtiges, ungerechtes Werkzeug sind, dem die Anbieter wenig entgegen setzen können.

      Das die Industrie / Anbieter / Redaktion meist genauso schlechte Menschen sind wie die Endverbraucher, brauchen wir nicht zu diskutieren. Die leisten sich natürlich lieber 2 Ferraris als einen Fiat Panda.

      Ich persönlich (ja subjektiv, wie der ganze von mir verfasste Beitrag) halte die Werbung im Internet aber meistens für mehr als erträglich. Schlimmer finde ich Fernsehwerbung, die noch nicht mal vom Context her zu mir passt (Auf Gamestar bekomme ich in der Regel Werbung für irgendwelche Games, im Fernsehen für Waschmittel und das auch noch in doppelter Lautstärke => Layer etc).

      Ich muss aber auch sagen, dass ich Gamestar von der Werbung her mehr als Grenzwertig finde. Die anderen Spiele Magazine sind aber nicht besser.
      Heise.de ist übrigens auch nicht so viel besser…

  34. avatar Herrhase says:

    1. Vorweg:
    Ich habe keinen AdBlock installiert ( aus Faulheit )

    Das GS Abo habe ich letztes Jahr gekündigt, man zahlt bekommt trotzdem knapp 50% werbung, teilweise noch im redaktionellen stil. Zudem hat sich der inhalt erheblich reduziert, verändert zudemgibts im netz bei gs.de mehr schneller. 1997 habe ich angefangen gs zu lesen, ab 98 im abo. Jetzt ist schluß, im netz meide ich gs wegen der unverschämten bombardierung mit werbung.

    Mein fazit: ihr habt die zeitung an die wand gefahren, konntet für das premium online angebot nicht genug leute überzeugen und heult jetzt noch über die diejenigen die diese unverschämte werbekanonade auf der seite nicht ertragen….

    Lustigerweise verteidigen hier immer die kleinen ( redis und co) ihre chefs und deren fehler. Ist der druck und die angst um jobs so immens?

    • avatar weltraumer says:

      Was ist denn das für eine wirre Aussage? Was hat dein Heftabo mit Adblockern auf der Homepage zu tun?

      Mein Blogeintrag bezieht sich auch nicht exklusiv auf GameStar, sondern allgemein auf redaktionelle Inhalte im Internet.

      Noch mal zum Mitschreiben: Ich arbeite nicht fest für GameStar und habe keinerlei Einfluss auf die Seite. Ich habe also weder was an die Wand gefahren, heule rum oder verteidige die Chefs nicht.

  35. avatar Herrhase says:

    Ok sry klingt wirr…. ;)
    Ich meine gs hat das heft sehr verschlimmbessert und durch das gratisangebot im web sehr abgewertet. Das werbeaufkommen online ist aber episch, aus diesem grund verzichte ich komplett drauf. ( nicht ohne ein weinendes auge, nach 14 jahren gs hat man redis und co ja “liebgewonnen”)
    Das mit dem argen verteidigen war auf frau schmitz gemünzt, aber auch auf andere redis in vielen diskussionen, nicht direkt auf dich.

    Mein standpunkt fernab von gs: ich habe keinen adblocker, meide aber seiten die mich übergebühr belästigen. Information kostet, werbung links und rechts ist ok, mal ein layeradd geht auch noch, aber dann reichts…

  36. avatar Andreas says:

    ich nutze Adblock und werd es auch weiterhin tun. Ich will keine Werbung, ich zahle lieber. Das Modell von GS finde ich ok – ich bin premium Abonnent – hab das Heft abbestellt. Weil es eh nach zweimal durchblättern in den Müll geht. Die DVDs brauche ich auch nicht, Demos und Videos kann ich online laden. Genauso hab ich ein Archiv aller Hefte online ohne dass ich mir die Wohnung mit Altpapier zu müllen muss. Schade nur, dass ich die Videos aus dem Premium Bereich nicht direkt gestreamt werden können. Vielleicht kommt das ja noch mal. Nicht vergessen darf man, dass die Webseite ja nicht nur eine Ergänzung zum Heft ist, die es kostenlos gibt. Es ist auch gleichzeitig Werbung für den Hefteverkauf.

    Letztenendes muss jeder für sich entscheiden, wie sein Geschäftsmodell aussieht. Ein paar Werbebanner kann man sich sicher anschauen. Aber wenn es Vorschaltseiten, Videos, Layer und Popups gibt – denn ist es einfach genug. Wenn man es blockieren kann, gehe ich noch auf diese Seiten, sonst eben dahin wo ähnliche Information zu finden ist. Ich denke in Zukunft wird es sich so entwickeln das man für guten Kontent schlicht Geld bezahlt und dass der Werbevermüllte Kontent noch inhaltsleerer und “durchgereichter” wird, als jetzt. Dann sterben eben weitere Inhalte an Geldmangel – das ist nun mal so. Vielleicht braucht die Welt braucht keine 20 Fernsehzeitschriften oder zehn Spielezeitschriften. Obs am Ende besser ist oder nicht, werden wir sehen.

  37. avatar seele says:

    Werbung im Netz ist ein Misskonzept und der Kritik an Adblockern fehlt jegliche Grundlage.
    Zuerst sollte man sich einmal klar machen was das Netz überhaupt ist und wie es funktioniert. So ist z.B. ein große Unterschied zwischen Rundfunk und Internet die Art der Verbindung. Das eine entspricht einem Sender mit beliebig vielen Empfängern ohne Kontrolle, das Andere ist eine Punkt-zu-Punkt Verbindung.

    Wenn ich also gamestar.de aufrufe, dann will ich auf genau diese Seite und nicht auf die Seiten der Werbung, geschweige denn willige ich ein eine Verbindung zu diesen aufzubauen. Auch facebook.com, fbcdn.net, google.com, googlesyndication.com, 71i.de, scorcardresearch.com sind weder von mir aufgerufen worden, noch habt ihr das Recht zwischen mir und diesen Seiten eine Verbindung herzustellen. Da aber besonders Verlage diese Ingoranz an den Tag legen, kontere ich eben indem ich genau kontrolliere welche Verbindungen ich eingehe.

    Genau hier liegt auch ein weiterer entscheidender Unterschied zu klassischen Medien. Bei diesen hatten die Verlage/Sender die Kontrolle darüber was den Kunden erreicht, verknüpft mit welcher Werbung und was nicht. Der Kunde hingegen konnte sich nur aus diesem beschränkten Angebot bedienen und musste die damit verbundene Werbung hinnehmen.
    Im Netz hingegen herrschen andere Regeln, die damit beginnen dass der Nutzer die absolute Kontrolle über seinen Zugang zum Netz hat.
    Das was euch an Kontrolle bleibt, beschränkt sich darauf Zugriff nur gegen Bezahlung zu gestatten, gleichbedeutend mit einem Todesstoß im Netz.

    Also spielt ihr entweder nach den Regeln eines freien Informationsnetzes oder ihr seid konsequent und schaltet das Angebot ab. Was ICH aber ansurfe, geht euch weder etwas an, noch habt ihr irgendeinen Anspruch darauf hier Einfluss zu nehmen.

  38. avatar Devlin says:

    Das Angucken bzw. Tolerieren von Werbung bringt dem Webseitenbetreiber exakt mal rein gar nichts. Der Betreiber verdient nur Geld, wenn diese geklickt werden oder mit der weiteren Bedingung dass sich der Beworbene auch etwas bestellt. Ist das nicht der Fall, ist auf meiner Seite der Leitung nur CPU-Zeit flöten gegangen, die mir mein Stromkonzern später in Rechnung stellt. Es soll zwar noch Pay per View-Banner geben, dieses hat sich meines Wissens allerdingsn noch nie gelohnt, selbst Serverkosten lassen sich damit nicht decken — Einzige Ausnahme, Werbung vor Videos.
    Desweiteren haben viele – über die Zeit total abgestumpft – den AdBlocker direkt im Hirn. Einen Banner anzuklicken kommt da nicht mal in den Sinn.
    Womit ich kein Problem habe ist das Amazon Partner Programm und Flattr – hat aber beides mit Bannern wenig zu tun.
    Mein Fazit: Ja AdBlock bzw. NoScript ist Scheiße, aber alternativlos. Wer absichtlich bzw. unabsichtlich Werbung toleriert, dem sei dieses gegönnt. So lange man nicht klickt, macht’s eh keinen Unterschied.

  39. avatar Sierra says:

    Wie so oft liegt der Teufel doch im Detail. Der hier gezeigte Fehlschluss ist: “Der Nutzer will meine Seite, also soll er dafür auch meine Werbeartikel anschauen, um mich zu finanzieren.”… das trifft so ausschließlich auf Websites von Privatpersonen zu.
    Betrachten wir doch mal die Wahrheit: der größte Teil der Webseiten ist kommerziell. Dahinter stehen meist real existierende Firmen, Nachrichtenagenturen, etc. Diese finanzieren sich keineswegs grade mal so durch Werbung, sondern durch ihr Hauptgeschäft. Die Internetseite selbst ist Teil ihrer eigenen Werbung und Investition, denn ohne würden sie eingehen (>> “Quelle”, etc.). Werbung anderer dient nur einem Zweck, den jede Firma hat: möglichst maximalen Gewinn erzielen.

    Den Fehlschluss, daß “jemand meine Seite sehen will” hört man allzuoft, in Wahrheit will niemand die Seite sehen, sondern in erster Linie die “Information” oder das “Angebot” darauf. Wo ist der Unterschied? Wäre die Seite so nicht vorhanden würde kein Schrei der Empörung hallen, denn genau dasgleiche findet man in aller Regel nämlich auch woanders (wieviele tausend Nachrichten/Shoppingseiten gibt es?). Worin unterscheiden sich die Seiten selbst, mal abgesehen von dem Angebot? Klar, in Präsentation und Klarheit, Bedienung un … Werbung. Muß eine teure mit Werbung zugekleisterte Seite “besser” sein als eine andere? Nein, eher im Gegenteil. Kommen mehr Besucher auf eine gute Seite? Ja… das Unternehmen pumpt mehr Geld hinein WEIL es mehr Besucher zu sich locken will, die Werbebanner werden zahlreicher, störender. Die Motivation zu größerer Investition geht also nicht etwa vom Verbraucher aus wie man uns hier weismachen will, sondern ist alleiniger Selbstzweck des Unternehmens. Als solches denn möglichst große Gewinne mit Werbeeinnahmen machen zu wollen oder dieses Werbemittel “Internetsite” eben über den Verbraucher zu finanzieren macht sie Sache doch um einiges anders gelagert wie ich finde.
    Ja, mein AdBlocker und mein NoScript blockieren Werbeeinnahmen, selbst wenn ich manchen Sites das gerne zugestehe (z.B. Kongregate), ist deren Entwicklung im Rahmen der natürlichen Evolution des Internets ein Schutz des Verbrauchers vor Ausbeutung und ein Zeichen für die Unternehmen Werbung so zu schalten, daß sie im Rahmen bleibt und den Verbraucher nicht so verärgert, daß er zu solchen Mitteln greifen muß. Daneben läuft NoScript weniger wegen der Werbung als wegen der vielen kleinen Hintertürchen über die man User auf Websites verfolgt, Pop-ups hinwirft und Spoofings unterjubelt…
    AdBlock geht genau denm richtigen Weg – wer anständig wirbt kommt durch.

  40. avatar Larnak says:

    Das ist ja alles schön und gut, aus diesem Grund nutze ich auch seit einiger Zeit GameStar Premium oder habe GamersGlobal abonniert. Ich zahle gern für gute Inhalte und kann Werbung nicht leiden.

    Was mir hier in dieser Diskussion negativ auffällt ist die (Gesamt-)Argumentation der “anderen”, also der Redakteure, die sich hier geäußert haben, nicht nur in Bezug auf das gesagte, sondern auch in Bezug auf die implizierte Konsum-Argumentation der von ihnen (euch) angebotenen Inhalte. Natürlich ist die Argumentation insofern verständlich, als dass ihr eine Gegenleistung für das Konsumieren eurer Inhalte verlangt. Mir wird das aber völlig suspekt, wenn ich dann auf der anderen Seite sehe, wie ihr von mir, eurem Leser, im Zeitschriftenhandel oder Abo 6,xx€ pro Ausgabe verlangt , während ich gleichzeitig auf Gamestar.de weitgehend identische Inhalte gratis bekommen kann (der Preis wäre an sich völlig in Ordnung, das ist es nicht). Irgendwie passt da für mich das Verhältnis nicht: Auf der einen Seite “Ja, bitte gebt uns was dafür, dass ihr uns lest!” und auf der anderen Seite existieren nur Anreize, das, was man euch gibt, weniger werden zu lassen, sprich: Das Abo zu kündigen, weil auf GameStar.de alles günstiger, nein: gratis ist *oder* man dort mehr bekommt, wenn man deutlich weniger zahlt (Premium)

    Und das ist ja nur ein Beispiel. Habe gestern beispielsweise überlegt, MakingGames zu abonnieren oder zu testen. Habe mich daher auf auf der Website herumgeklickt. Ergebnis: Ich kriege dort haufenweise Inhalt gratis. Meine Motivation, das Abo abzuschließen, ist gerade verdammt niedrig …

    Wenn ihr also (zurecht) wollt, dass eure (gute) Arbeit (gut) bezahlt wird, dann gebt eurem Leser bitte nicht ständig Anreize dazu, genau das nicht zu tun. Denn damit fördert ihr doch indirekt genau dieses gratis-Verhalten.
    Der erste Schritt ist dann “GS-Abo? Warum, auf der Website gibts das günstiger/ gratis!”. Der zweite Schritt ist “Werbung? Warum, ohne gibts das immer noch gratis, dafür aber mit weniger Generve!”.
    Mir scheint da irgendwie die Konsequenz in der Argumentation zu fehlen.

    Das einzige, was mich momentan tatsächlich noch wirksam und effektiv beim Print-Abo hält, ist GS.de selbst. Artikel lassen sich da aufgrund des schrecklichen Layouts einfach nicht schön lesen :)

    • avatar weltraumer says:

      »GamersGlobal abonniert« & »gute Inhalte« = Warning: Conflicting terms: Cannot compute!

      MakingGames: Gerade die stellen doch höchstens 15% der Heftinhalte ins Netz und das oft auch nur Wochen später. Besteht die Titelgeschichte beispielsweise aus drei Artikeln, findet man i.d.R. nur einen davon als Appetizer im Netz. Das »Im Netz gibt’s ja alles kostenlos«-Argument zieht hier nicht.

      • avatar Larnak says:

        Danke für den Making-Games-Hinweis. Das sollte man auf der Website deutlicher machen :) Da ich nur überlegt habe, sie zu bestellen, wusste ich tatsächlich nicht, wie das Verhältnis tatsächlich aussieht.
        Allerdings ändert das an dem grundsätzlichen Problem, das ich angesprochen habe, nicht viel. Die Online-Magazine (bzw. Webseiten-Ableger) verstärken die Gratis-Mentalität fortlaufend selbst. Da ist es kein Wunder, wenn diese Mentalität sich durchsetzt. Ich hoffe nur, dass sich dieser Trend in Zukunft ändert. In einigen Bereichen findet man dazu bereits Tendenzen, ich harre daher gespannt der Entwicklung.

        Dass du als Freier Autor, der Geld verdienen möchte, misstrauisch auf eine Seite blickst, die User mitarbeiten und Inhalte erstellen lässt, kann ich verstehen. Der Seitenhieb ist trotzdem unangebracht. Da das nicht unbedingt ein geeigneter Ort für eine Diskussion ist, belasse ich das bei dem Hinweis und gehe da nicht näher drauf ein. Wir können uns darüber gern auf der nächsten GamesCom oder an einem anderen “gesprächigeren Ort” näher drüber unterhalten, wenn dir danach sein sollte. Gern auch freundlich und konstruktiv, auch wenn das für “Internet-Anonyme” untypisch ist. Hin und wieder springt man dann doch mal über seinen Schatten ;D (Und nein, das ist keine Drohung :P )

        • avatar weltraumer says:

          Vorab: Ich verstehe nicht, warum hier (auch von andern) in der Diskussion immer wieder das Heft angesprochen wird. Das hat doch rein gar nichts mit der Webseite und der Benutzung von Adblockern zu tun!

          Die Gratis-Mentalität ist ja auf Webseiten völlig in Ordnung, denn die Inhalte werden ja eingestellt, damit sie konsumiert werden. Dass ich als User dann aber meinen Teil der Abmachung nicht einhalte, sprich: keine Werbung akzeptiere, geht nicht in Ordnung.

          Darum geht’s, deswegen verstehe ich nicht, warum du hier mit Abwertung von Heftinhalten und Anreizen zur Nichtbezahlung kommst.

          • avatar Larnak says:

            Ich nenne die Zeitschrift in dem Zusammenhang, weil ich eben nicht der Meinung bin, dass beide Probleme getrennt voneinander zu betrachten sind. Und dein zweiter Absatz macht genau das deutlich: “Gratis-Mentalität” muss ja nicht nur bedeuten, dass kein Geld gezahlt werden will, sondern auch, dass keine Werbung akzeptiert wird. Denn nichts anderes ist doch die Werbung: Eine Art “Bezahlung”: Wir geben dir Inhalte, dafür guckst du dir unsere Werbung an. Das ist der Deal, der hier eigentlich funktionieren sollte.
            Und da kommt dann die Gratis-Mentalität ins Spiel: “Warum sollte ich bezahlen (egal ob Geld oder durch Werbung-Gucken), wenn es auch ohne geht?”. Diese Mentalität ist das Problem, da sind wir uns wohl einig. Ohne diesen Gedanken gäbe es wohl kaum jemanden, der AdBlock nutzen würde (vielleicht noch die, die wegen langsamen Internets sonst die Inhalte gar nicht vernünftig nutzen könnten).
            Und hier ist dann auch der Zusammenhang zum Heft und der Website: Durch die Art, wie Heft und Website aufeinander abgestimmt sind (nämlich so, dass sich das Heft kaum noch lohnt, da sehr viele Inhalte aus dem Heft und noch einige mehr auf der Website stehen), werden die Kunden doch in gewisser Weise zu dieser gratis-Mentalität ‘erzogen’ oder diesen Effekt zumindest verstärkt: “Du möchtest das Heft nicht kaufen? Gar kein Problem für uns, geh auf die Website, da kannst du die gleichen Inhalte auch ohne zu bezahlen angucken!”
            Meiner Meinung nach passt beides nicht zusammen. Auf der einen Seite fordern, dass doch bitte für das, was konsumiert wird, der entsprechende Gegenwert geleistet wird, auf der anderen Seite aber Anreize bringen, weniger zu zahlen. Oder eben: Einerseits Gratis-Mentalität verurteilen, sie andererseits aber auch fördern. Klar, da bist du jetzt nicht direkt betroffen, du arbeitest ja nicht mehr bei der GS. Aber auch Petra sagt ja: “AdBlock aus!”. An sich natürlich wie gesagt völlig verständlich. Ich wollte nur deutlich machen, dass beides für mich nicht zusammenpasst, mehr nicht.

        • avatar weltraumer says:

          Ich bin inzwischen nicht mehr freier Autor, sondern habe eine Stelle, die mit echtem Geld bezahlt wird.
          Das tut aber nichts zur Sache, denn meine Abneigung gegen GG hat damit nichts zu tun, sondern ist grundsätzlicher Natur: 1.) Inhalte und 2.) Geschäftsmodell.

          zu 1)
          - Für schlecht ausgeleuchtete Videos, in denen Jörg Langer irgendwo im düsteren Keller was in die Webcam nuschelt, ist mir meine Zeit zu schade.

          - Der maßgeblich von Langer & Schnelle etablierte und gepflegte technokratische Spiele-TÜV ist auch nicht meins — aber das ist Geschmacksache.

          - News, die GG-User auf anderen Seiten per Copy&Paste geholt und um ein paar Rechtschreibfehler bereichert haben, interessieren mich auch nicht.

          zu 2)
          Die User leisten Arbeit für jemanden und die muss entlohnt werden. Es geht hier nicht um User-Generated-Content im Sinne von Tweets oder FB-Postings, sondern um redaktionelle Inhalte.
          Niemand würde umsonst als Bauarbeiter ackern, weil der Polier sagt: »Immerhin lernst du auch was von Profis. Außerdem darfst du immer die Kronkorken sammeln, wenn wir Bier trinken. Hast du genug beisammen, darfst du irgendwann mal als Belohung bei uns im Baucontainer mittrinken. Und wer weiß, wenn du richtig hart arbeitest, schaffst du’s bestimmt bis zum Chef der ganzen Baufirma! Bis dahin stellen wir aber dem Kunden eine Rechnung für deine Arbeit — das Geld siehst du aber nie.«

          • avatar Larnak says:

            Mh, ich habe irgendwie nicht den Eindruck, dass du dich mit GG näher beschäftigt hast. Gehen wir also doch mal Punkte durch, das wird aber etwas länger.
            1) Inhalte:
            - Du hast Recht: Es gab Videos, die von rein technischer Seite nicht allzu hochwertig waren. Aber1: Ich bin der Meinung, dass das bei Videos nicht primär wichtig ist. Ich habe mir auch schon vor 10 Jahren GS-Testvideos angesehen, die waren qualitativ aus heutiger Sicht geradezu grausam. Für mich zählt dabei vor allem der Inhalt, solange es nicht übertrieben schlecht wird, man also beispielsweise nichts mehr erkennen oder verstehen kann. Davon waren die Videos aber tatsächlich noch weit entfernt. Einem StartUp verzeihe ich solche kleinen Mängel, wenn der Rest stimmt. Aber2: GG hat seit einigen Wochen einen neuen Mitarbeiter eingestellt, der sich primär um dieses (von GG erkannte) Manko kümmern soll. Die aktuelle SdK zu ME3 zeigt deutlich, dass das Früchte trägt.
            - Inhalte sind so viel mehr als Videos. Die Tests, die GG liefert, sind teilweise enorm umfangreich. Gut, das muss man natürlich mögen, wer eher auf kurze Berichte steht, ist damit nicht richtig bedient. Als Argument um zu sagen, die Inhalte hätten keine gute Qualität, taugt das aber definitiv nicht. Das aktuelle Monats-pdf als Zusammenstellung der meisten Tests und Vorschau-Berichte des letzten Monats umfasst beispielsweise 119 werbefreie Seiten.
            - Sicher kann man bei Inhalten allgemein viel bemängeln, wenn dir die Art zu testen beispielsweise von Mick oder Jörg nicht gefällt, ist das ja völlig legitim. Aber ebenfalls kein Argument dafür, dass die Qualität allgemein nicht stimmen würde. Gerade bei Namen wie Harald Fränkel, Heinrich Lehnhardt, Mick Schnelle und eben Jörg Langer kann man davon ausgehen, dass die Inhalte nicht nur Blendwerk sind und auch die anderen Redaktionsmitglieder machen meiner Meinung nach eine gute Arbeit.
            - News: Wenn dich News allgemein nicht interessieren, ist das völlig in Ordnung. Deine Äußerung ist aber enorm pauschalisierend und sachlich falsch.
            “GG-User kopieren.” – Zunächst müsste man hier natürlich klären, was man unter “kopieren” versteht, aber deine C+P-Formulierung ist da ja schon recht eindeutig. GG-News erscheinen grundsätzlich mit Quellenangabe und werden vor dem Freischalten geprüft. Regelrechte Kopien im Sinn des Wortes werden dabei natürlich erkannt und gelöscht, Kopien möchte GG auf der Seite nicht haben.
            Wenn der Begriff “Kopie” weiter im Sinne von “Informationen woanders lesen und aufbereiten” gefasst wird: Jap, das passiert auf GG. Wie auf jeder anderen Newsplattform auch. Ein Magazin bringt eine News, alle anderen haben sie 10 Minuten später auch. Da ist GG sicherlich kein Negativ-Beispiel. Es mag sein, dass GG-News etwas öfter auf News anderer Seiten bezieht, als das bei diesen anderen der Fall ist. Aber zum einen lässt sich das nicht nachprüfen (Quellenangaben sind bei News im Gaming-Bereich allgemein erstaunlich selten, hier sticht GG definitiv positiv hervor), zum anderen ist es doch so, dass selbst die News, die nicht von anderen Portalen inspiriert sind, lediglich abgeschrieben sind. Und zwar von Pressemitteilungen. An der Stelle wäre es wirklich Haarspalterei, zwischen dem Abschreiben von PMs und News einen großen Unterschied machen zu wollen. Und wenn man sich ansieht, *wie* andere Magazine aus PMs News herstellen, stellen sich einem teilweise die Nackenhaare auf, so dreist ist das. Auch hier ist GG garantiert kein Negativbeispiel. Im Gegenteil: Viele News sind sehr lang und ausführlich geschrieben und enthalten nicht selten Hintergrundinformationen.
            - Rechtschreibfehler: Ich denke mal, dieser Hinweis fußt nicht auf realen Erfahrungen, sondern auf puren Vorurteilen. Wenn dem nicht so sein sollte, bitte ich darum, das etwas auszuführen. Die einzige mir bekannte Website, die regelmäßig durch offensichtliche, zahlreiche und tagelang nicht korrigierte Rechtschreib- und Grammatikfehler in News ‘glänzt’, ist die GS. Wenn du auf GG eine News gefunden haben solltest, die Fehler enthält, kannst du mir das aber gern mitteilen – auf GG werden die nämlich in der Regel innerhalb weniger Minuten korrigiert :)
            Überhaupt: Im Vergleich zur Qualität der GS-News, die eher dem Motto “Quantität statt Qualität” folgen, braucht GG sich sicherlich nicht zu verstecken. Dazu zwei aktuelle Beispiele:
            http://www.gamersglobal.de/news/50985/swtor-inhalte-des-updates-12-ab-april-verfuegbar
            http://www.gamersglobal.de/news/50784/jagged-alliance-bia-infos-zum-kleinen-grossen-patch
            Ich finde nicht, dass man da von mangelhafter Qualität sprechen kann. Sicherlich ist bei alledem nicht fehlerfrei oder die Spitze des News-Berges, aber immerhin lernfähig.

            2) Geschäftsmodell:
            Hier finde ich deine Meinung in Ordnung. Es ist ok, wenn du sagst, dass die Arbeit auf jeden Fall vergütet werden sollte. Ich sehe darin aber aus mehreren Gründen kein großes Problem:
            - Die Arbeit ist freiwillig, wird also aus Spaß geleistet. Viele der aktiven User auf GG sind dankbar, die Möglichkeit zu haben, das machen zu können. Sie haben Spaß dabei. Es ist keine Seltenheit, dass bestimmte Menschengruppen in ihrere Freizeit Arbeiten ausführen, die andere im Rahmen ihres Berufs ausüben und dafür auch bezahlt werden. Zum Thema passendes Beispiel sind Modder. Klar, hier steckt ein gewinnorientiertes Projekt dahinter, daher kann ich deine Meinung wie gesagt verstehen.
            - Es sind schon mehrfach aktive User als Redaktionsmitglied aufgenommen worden, es ist also durchaus so, dass dabei auch Entwicklungsmöglichkeiten bestehen
            - Ich finde den Unterschied zwischen den von dir angesprochenen Tweets und FB-Einträgen nicht so groß, wie du es darstellt. Ich finde sogar, dass es ihn auf objektiver Sicht gar nicht gibt. Bei beiden Phänomenen gibt es ein Unternehmen, das Geld verdienen will, also GG, FB oder Twitter. Diese stellen jeweils eine Plattform zur Verfügung, auf der User agieren und Inhalte posten können. Dieser Inhalt ist für die Betreiber die Basis zum Gewinn: Ohne die Inhalte gäbe es ihn nicht. Die Nutzer werden dafür bei allen drei Systemen nicht vergütet. Trotzdem arbeiten die Nutzer freiwillig mit. Warum? Weil sie Spaß haben und es ihnen einen Nutzen bringt. Wo siehst du den großen Unterschied zwischen FB und GG, der gerechtfertigt, dass dieser Aspekt bei GG schlecht, bei FB aber in Ordnung ist? Dem einen macht es Freude, auf FB seine Freunde zu organisieren und sein Leben aufzuschreiben. Der andere hat Spaß daran, Artikel über seine Lieblingsspiele zu schreiben und hat mit GG eine Plattform, wo er diese verbreiten kann und zusätzlich noch Tipps von Profis bekommt. Natürlich wird hier niemand Artikel schreiben, der daran keinen Spaß hat. Außerdem wird da im Rahmen von GG streng getrennt: Normale User erstellen keine redaktionellen Inhalte, sondern User-Artikel. Redaktionelle Inhalte, also Tests usw., kommen von der GG-Redaktion oder von freien Autoren, die dafür natürlich bezahlt werden.
            Um zur FB-Analogie zurück zu kommen: Sofern etwas gefunden ist, woran Menschen Spaß haben und was sie freiwillig tun (beispielsweise hier ewig lange Kommentare schreiben. Mit dieser Zeit könnte ich auch bezahlte Test-Berichte schreiben ;D ) und es eine nützliche Plattform für das Tun dieser Dinge gibt, werden sie darin auch tätig werden. Da dürfte es beim Bauarbeiter gewisse Probleme geben: Bei 35° im Schatten steht kaum jemand gern in der Sonne und schichtet Steine. Außerdem hat das Bauunternehmen das Problem, die wenigen, die es vielleicht doch gern tun, bequem zu organisieren. Das Internet macht’s möglich.

            Ich persönlich sehe GG vor allem als eine Möglichkeit, nah an dem zu sein, was mich interessiert: Den Spielen und der Welt drumherum. Da ist der Mitmach-Aspekt ein wichtiger Teil von, denn er bedingt, dass die Redaktion sich mit den Usern beschäftigen muss. Und wenn ich dann in der monatlichen GG-Autoren-Konferenz mit Leuten, die direkten Zugang in die Branche haben, über aktuelle Themen diskutieren, unter den News Zwiegespräche mit Jörg halten oder auch nur redaktionelle Tipps zum Führen von Interviews bekommen kann, dann bringt mich das in meinem Hobby “Computerspiele” voran und macht mir viel Spaß. Wenn GG dabei, also beim “mir Spaß Bringen”, etwas Geld verdient, sehe ich darin überhaupt kein Problem.
            Ein anderer wichtiger Punkt ist die GG-Community: Wohl dadurch, dass sie relativ klein ist, vielleicht aber auch durch ihr wohl recht hohes Alter (Durchschnitt 28) oder dadurch, dass man als Team zusammenarbeitet, kann man sich dort wesentlich besser unterhalten als auf typischen Games-Portalen wie wie eben der GS. Da kann man um den Kommentar-Bereich meistens nur einen großen Bogen machen.

            So, wie angedroht ist das jetzt lang geworden :)
            Du siehst vielleicht, es ist wesentlich einfacher, nur auf GG zu dreschen, als sich ernsthaft damit auseinander zu setzen und die Website so zu betrachten, wie sie ist, und nicht so, wie sie nach den eigenen Vorurteilen zu sein haben müsste.

            • avatar weltraumer says:

              tl; dr

              - Beim Thema Copy&Paste verweise ich auf: http://weltraumer.de/2011/08/globalguttenberggamers-de/

              - Dass du Tweets und Facebook-Posts mit GG-Inhalten gleichsetzt, ist bezeichnend und entlarvend.

              - Wenn du gerne an die Mär, GG-User würden irgendwann zu bezahlten Redakteuren werden, glaubst, dann kann ich das auch nicht ändern. Deshalb verkündete Harald Fränkel auch vor einiger Zeit auf Facebook, dass er aufhört, weil er vom Arbeitslosengeld besser leben kann als vom Autoren-Honorar.

              - Warum soll ich immer in die Ecke gedrückt werden, in der ich GameStar verteidige? Ich kann mich für nichts rechtfertigen, auf das ich keinen Einfluss habe.

              Ich weiß mittlerweile nicht mehr, was ich schlimmer finde: Das Geschäftsmodell von Langer oder die Armee an Usern, die ihn dafür auch noch lautstark feiert und verteidigt.

              • avatar Larnak says:

                ts;dr ;) Ich habe aus gutem Grund anfangs angeboten, die Diskussion an eine passendere Stelle zu verlagern. Angenehmer zu lesen wäre es sicher, wenn du den Beitrag irgendwo anders hineinkopierst, hier sind die Zeilen mittlerweile arg kurz.

                Lieber Weltraumer,
                ich glaube nicht, dass du es nötig hast, dich in eine Position zu setzen, in der du den Versuch, argumentativ, sachlich und differenziert an eine Meinungsverschiedenheit heranzugehen, auf eine Art zu torpedieren wünschst, die beinahe traurig zu nennen ist. Nimm meine Aussagen bitte so, wie sie geschrieben und erläutert sind und nicht so, wie du sie nehmen könntest, um möglichst erniedrigend darauf antworten zu können. Ich traue deinen Lesern zu, diesen Versuch zu erkennen, ebenso wie ich weiß, dass wiederum du genau weißt, was ich eigentlich mit den einzelnen Absätzen aussagen möchte.
                Du siehst also, mir ist nicht entgangen, mit welcher abwertenden Konnotation dein Beitrag geschrieben ist. Ich bemühe mich im Folgenden, das zu ignorieren.

                Punkt 1: Den Eintrag kannte ich nicht, danke für den Hinweis. Vorweg: Das falsche Komma habe ich direkt korrigiert, den genauen Release-Termin des Spiels kenne ich aber nicht, daher kann ich das auch nicht verbessern.
                Dass du in deinem anderen Eintrag direkt auf die Rechtschreibung der GS eingehen musst, stützt immerhin meinen Hinweis von oben. Sicherlich gibt es auch bei GG Negativbeispiele, das lässt sich auch gar nicht vermeiden. Dazu müsste man sie schließlich erst mal bemerken. Hast du GG auf die auffällig ähnlichen Formulierungen der News aufmerksam gemacht, sodass man den User darauf hinweisen hätte können, dass das so nicht gewünscht ist? Auch in den Kommentaren unter der News ist nirgendwo ein Hinweis auf diese Unzulänglichkeit der News zu finden. Dabei lässt sich auf GG ebenfalls anonym kommentieren.
                Des weiteren gehe ich in meinem obigen Beitrag bereits darauf ein, dass Pressemitteilungen von sehr vielen Magazinen auf ebenso dreiste Art kopiert werden. zwei Wörter ausgetauscht, fertig ist die “eigene” News – das ist tägliches Geschäft in der News-Welt. Wo ist der Skandal, den du in dieser GG-News zu finden glaubst?
                Hast du dir die beiden von mir verlinkten News angesehen? Vermutlich hast du das nicht. Versuchst du, von einem Beispiel aufs Ganze zu schließen? Ja. Wo ist nun also der Punkt, der deine Aussage über die GG-Qualität insgesamt untermauert?

                Punkt 2:
                In Bezug auf welche Eigenschaften ich sie gleichsetze habe ich deutlich gemacht, das bedarf keines weiteren Kommentars außer einem Hinweis auf meinen ersten Absatz.

                Punkt 3:
                Du würfelst hier viele verschiedene Dinge in einen Topf. Ich habe nie behauptet, dass User bei GG reich würden oder dass plötzlich hunderte User von GG “übernommen” werden. Meine Aussage war, dass es vorkommt, dass sie in die Redaktion aufgenommen werden. Dass das keine Mär, sondern eine Tatsache ist, lässt sich dadurch nachweisen, dass die aktuelle Redaktion einen ehemaligen “nur-User” beherbergt.
                Harald hingegen war nie Redaktionsmitglied bei GG. Er war freier Autor. Was die tun, brauche ich dir nicht zu erklären, daher ist auch hier keine weitere Ausführung nötig. Und dass Journalisten allgemein und gerade Games-Journalisten im Speziellen oft schlecht bezahlt werdend, brauche ich ebenfalls nicht auszuführen. Das ist ein Branchen-Problem, kein GG-Problem.

                Punkt 4:
                Wirst du nicht und sollst du nicht. Die GS ist für mich nur ein Beispiel dafür, dass es anderswo üblicherweise nicht anders und auch nicht besser ist. Ganz ohne User. Dass beispielsweise bezahlte News-Schreiber aufgrund der geringen Bezahlung gar keine Zeit haben, sich intensiv mit einzelnen News zu beschäftigen, während User, die das in ihrer Freizeit machen, natürlich viel mehr Sorgfalt walten lassen können, wenn sie wollen, ist im GG-GS Vergleich oft zu sehen. Wohlgemerkt: können. Natürlich macht das nicht jeder User.
                Dass du bei der GS beschäftigt warst, ist bestenfalls dahingehend wichtig, indem es sicherstellt, dass du dadurch natürlich weißt, wovon ich schreibe.

                Punkt 5:
                Da ich weder das Geschäftsmodell direkt verteidige, sondern nur Dinge anführe, die das von dir gesehene Problem etwas relativieren können und damit begründe, warum meine persönliche Sicht eine andere ist, noch Jörg lautstark feiere, sondern wiederum lediglich begründe, warum ich mich auf GG wohl fühle und das Abo gern zahle (Das war ja die Ausgangssituation), gehe ich davon aus, dass ich mit dieser Aussage natürlich nicht gemeint bin.
                Und wenn andere die von dir genannten Dinge tun, dann soll das wohl so sein. Wie sagst du so schön: Ich kann mich für nichts rechtfertigen, auf das ich keinen Einfluss habe. Es ist aber natürlich ganz grundsätzlich schade, wenn bei solchen Diskussionen nur einseitig argumentiert und betrachtet wird, egal, auf welcher Seite der Argumentierende steht. Von daher gebe ich dir Recht, dass solche User tatsächlich “schlimm” gefunden werden können. Vor allem dann, wenn sie in Armeen auftreten.

                Mein vorletzter Beitrag bleibt weiterhin aktuell und steht zur Diskussion, da du auf viele Argumente nicht oder nur oberflächlich-verdrehend eingegangen bist. Für einen offenen Diskurs bin ich jederzeit bereit. Nicht umsonst habe ich deutlich gemacht, dass ich deine Sicht, dass Arbeit bezahlt werden solle, verstehen und nachvollziehen kann. Klar ist auch, dass solche News-Kopien, wenn sie denn doch vorkommen (Der Versuch lässt sich bei Usern naturgemäß nicht vermeiden) aufgedeckt und unterbunden werden müssen. Ich kann dazu nur sagen, dass

              • avatar weltraumer says:

                Von einem GG-User als traurig bezeichnet werden? Oh, the irony!

                Warum sollte ich das hier an eine andere Stelle kopieren? Um dir eine noch größere Plattform für GG-PR zu bieten?
                Du kannst ja aber per Copy&Paste eine News auf GG daraus machen — bringt bestimmt ganz viele GG-Gulden.

                Noch eine kurze Anmerkung zur Harald: Der blieb also freiwillig als freier Autor in einem unsicheren, schlecht bezahlten Arbeitsverhältnis, anstatt sich von Langer dauerhaft ordentlich bezahlen zu lassen? Is’ klar!

                Ja, du hast richtig bemerkt: Ich habe kein Interesse an einem Diskurs, denn andere Menschen kostenlos oder mickrigst bezahlt für sich arbeiten zu lassen, halte ich für grundsätzlich verwerflich. Da bedarf es keiner Diskussion. Wenn du dich weiterhin von Langer ausbeuten lassen möchtest, dann ist das deine Entscheidung. Viel Spaß noch dabei und schönes Leben!

              • avatar Larnak says:

                [...] GG solche Dinge nicht wünscht und unterbindet, sofern es bemerkt wird. In der Anleitung für News steht daher “Kopiere aber niemals einfach Teile fremder Texte (Copy&Paste)”.

              • avatar Larnak says:

                Hey!
                Nein, um es besser lesen zu können ;) Word aufmachen, Text markieren, C+P und in Ruhe lesen, ohne alle zwei Wörter einen Zeilenumbruch zu bekommen. Einfach zwecks Lesekomfort. GG-User können übrigens auch ganz normale Webseiten-Besucher ohne Mitmach-Ambitionen sein :)
                Und traurig habe ich nicht dich genannt, beinahe traurig finde ich lediglich dein Vorgehen, mich mit Spott zu überschütten, ohne dass ich dir jemals in irgendeiner Weise etwas getan habe, dich ja beim Thema Adblock sogar grundsätzlich unterstütze.
                Zu Harald: Angestellte kann man nur anstellen, wenn man sie sich leisten kann bzw. Kapazitäten und Planstellen für sie existieren. Damit wären wir wieder beim grundsätzlichen Branchen-Problem. Harald wurde schließlich nicht nur von Jörg nicht angestellt.

                Aber ich merke, irgendwie ist bei dir bezogen auf GG so sehr der Wurm drin, dass du dich augenscheinlich grundlos zu Antworten hingerissen fühlst, die deine Gesprächspartner herabwürdigen sollen. Mach dir nix draus, man ist so was im Internet schließlich gewohnt. Falls du dich irgendwann besinnen und Interesse am offenen Dialog bekommen solltest (das Angebot steht noch :) ), weißt du ja, wo du mich findest, nachtragend wäre ich nicht. Ich kann nur abermals darauf hinweisen, dass die Welt sich nicht so einseitig schwarz-weiß darstellt, wie du sie dir gerade vorzustellen scheinst.
                Trotzdem vielen Dank für die guten Wünsche (es läuft momentan tatsächlich alles wunderbar), bis bald und viele Grüße,
                Larnak

                PS: Vielleicht sieht man sich ja auch auf der GC. Schau doch dann einfach mal beim GG-Treffen vorbei.

  41. avatar Ron says:

    Ich versteh den Sinn davon nicht. Wenn ich ohne Adblocker unterwegs bin, nervt mich Werbung nur, und anklicken tu ich sie eh nie. Also was macht es für einen Unterschied in Bezug auf das gewonnene Geld durch die Werbung ob ich die Werbung nun sehe oder nicht?

  42. avatar error_ss says:

    Ich finde im heutigen Medienzeitalter wird man eh schon zu sehr durch Werbung “belästigt”. Sei es der volle Briefkasten am Wochenende, das E-Mail Postfach oder Werbepausen und -spots im TV (teilweise in den Sendungen), Wurfsendungen und Co.. Da möchte ich wenigstens noch ein bißchen “Entscheidungsgewalt” im Internet. Darum “Adblock”, denn ohne Adblock könnte ich am liebsten meinen PC nehmen und ihn aus dem Fenster werfen. Man wird vollen allen Seiten nur noch zugekleistert!

    MfG
    error_ss

  43. avatar Rainer Böhme says:

    Schlechtes Produkt – keine Kunden. Gutes Produkt – viele Kunden.
    Werbung scheint ein schlechtes Produkt zu sein wenn Adblocknutzer wie Pilze aus dem Boden schießen. Also besseres Produkt gestalten dann bezahlen/ertragen die Leute vielleicht auch eure Dienstleistung.

    Das ist Marktwirtschaft. Die habt ihr doch gewollt…jetzt lebt damit und bejammert nicht euer sterbendes Finanzierungsmodell. Systeme sterben immer dann aus wenn sie nicht anpassungsfähig sind wie ein Borg-Cubus. Nachfrage bestimmt das Angebot.

    • avatar weltraumer says:

      Wenn also ein Laden nicht genug Einnahmen hat, weil er permanent ausgeraubt wird, dann ist sein Produkt eben nicht gefragt und zu schlecht?!

      Und wer ist denn überhaupt “ihr”?

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