Pixelwolkentraum


Jeder beschäftigt sich anders, wenn er am Gate sitzt, weil der Flieger wegen Unwetter über Süddeutschland keine Starterlaubnis bekommt. Schmitzchen vertreibt sich die Wartezeit mit Sozialstudien, ich hingegen spiele auf dem iPad, zuletzt Sword&Sworcery.

Man muss das Spiel nicht mögen (ich finde es genial), aber es ist in der letzen Zeit niemanden gelungen, mit so wenigen Pixeln eine so stimmige, schöne Welt zu erschaffen. Das obige Bild ist grafisch unfassbar einfach, aber von einer solchen umwerfenden simplen Schönheit, dass ich fast weinen möchte. Da kann die CryEngine 3 noch so hyperrealistisch sein, dieses Gefühl bekommt sie nicht hin.

Verstärkt wird alles noch durch die Musik von Jim Guthrie, dessen Soundtrack zwischen unaufdringlich, verträumt und impulsiv schwankt. Die Lieder, die man alle auf seiner Homepage oder über den eingebetteten Player hier hören kann, nimmt man während des Spielens teilweise gar nicht wahr, trotzdem sind sie zugleich von einer beängstigenden, wuchtigen Präsenz.

Sword&Sworcery macht nichts wirklich revolutionär und ist von der Steuerung lächerlich einfach. »Außer den Bildschirm auf Hotspots absuchen muss man da ja nichts machen«, sagte mir letztens Christian Schmidt – und er hat vollkommen recht. Trotzdem hat Sword&Sworcery in mir eine kindliche Spielfreude (wieder) entfacht. Es macht einfach Spaß diese Traumwelten zu durchstreifen und seinem Entdeckerdrang zu frönen. Das wird zwar inzwischen fast jedem Spiel heutzutage zugebilligt, aber nur auf wenige trifft es wirklich in dieser Form zu.

iPad-Besitzern kann ich das Spiel ohne Einschränkungen empfehlen. Alle anderen sollen sich sofort ein iPad kaufen, um Sword&Sworcery zu spielen. Punkt. Ende.

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2 Responses to Pixelwolkentraum

  1. avatar Petra says:

    Naja, ich kann ja auch schlecht auf dem iPad spielen, wenn du es schon tust. Und nun mach mal hinne mit Sword&Sworcery. Ich will auch.

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